Hundertachtzig: Heimat

Ja, scheinbar reden immer noch ein paar über das Thema “Heimat” und wie dieser Begriff politisch zu verstehen sei. Verrückte Idee: vielleicht ist das Wort “Heimat” in vielerlei Hinsicht ziemlich unpolitisch, sondern beschreibt unsere ganz persönlichen Orte der Geborgenheit. Heimat ist kein allgemein anwendbarer Begriff, egal, ob man inklusiv oder exklusiv denkt, ist Heimat auch immer ein persönliches Empfinden. Ich will nicht politisch werden, wenn ich sage, wo ich mich daheim fühle.

Ob wir in derselben Heimat leben, hängt natürlich auch davon ab, wie wir miteinander klar kommen. Das ist die Grundlage jedes Zusammenlebens. Es geht nicht darum, dass wir alle die gleiche Idee von “Heimat” haben, sondern dass wir alle ein Verständnis dafür haben, was für uns “Heimat” ist. Und das ist weder links noch rechts.

Was meint ihr?

Ein paar Anstöße zum Thema von den findigen Leuten der BpB (Bundeszentrale für politische Bildung):

http://www.bpb.de/lernen/grafstat/projekt-integration/134586/info-03-05-was-ist-heimat-definitionen

http://www.bpb.de/shop/lernen/themenblaetter/36762/heimat-ist-wo-ich-mich-wohlfuehle

Hundertachtzig: die totale Inklusion

Anschreien, empören, entgegenstellen. Klare Kante zeigen und in die Fresse. Wir schmeißen mit gewaltiger Sprache und drohenden Gebärden um uns. Aber selten habe ich das Gefühl, dass das Gute verteidigt wird, sondern nur, dass das Böse bekämpft werden muss. Die Sorge ist, dass wir den Blick fürs Gute verlieren. Wenn uns die Ablehnung eint, was passiert, wenn der Gegner weg ist.

Wer so tut, als gäbe es in seiner Partei, seinem Freundeskreis und seiner Familie immer eine Übereinstimmung von 100%, der lügt sich selbst in die Tasche. Selbst die beste und innigste Beziehung lebt von Kompromissen. Diese Woche deswegen ein Appell FÜR ein beispielloses Vorleben eines integrativen Lebensstils, der so geil ist, dass einfach jeder mitmachen will.

Und wisst ihr, was wir den Leuten ins Gesicht schmettern, wenn sie plötzlich an unserer Community teilhaben möchten? WILLKOMMEN AN BORD!

Das im Beitrag angesprochene Interview der Süddeutschen Zeitung ist auch einen aufmerksamen Blick wert.

Hundertachtzig: Kultur am Arbeitsplatz

… cuz I’ve got Schweden on my mind! Die Ärzte haben schon gewusst, dass Schweden etwas speziell ist. Der Fußballverein Östersunds FK ist ein Paradebeispiel dafür, stellt der Verein doch als einziger Fußballproficlub im europäischen Geschäft einen Kulturcoach. Karin Wahlen kümmert sich um die kulturelle Bildung und Förderung der Spieler. Vom Theaterbesuch bis zur Kulturrevue ist alles dabei und verschafft Spielern einen Zugang zu vielen neuen Perspektiven und Inhalten.

Wie wäre es, wenn Arbeitgeber sich an solchen Beispielen ein Vorbild nehmen und aktiv daran teilnehmen, eine Gesellschaft zu formen, die sich tatsächlich mit kulturellen Werten auseinandersetzt? Es folgt eine durch und durch idealistische Folge Hundertachtzig. Das große Aufpäppeln geht weiter!

Hundertachtzig: Ode an die Freunde

Kein großer Inhalt nach der Bundestagswahl. Oder doch? Ich will allen Freunden und Gleichgesinnten nur sagen: Danke, dass ihr für mich da seid.

Drei Minuten darüber, dass es jetzt okay ist, frustriert und wütend zu sein. Schaltet ab, reagiert euch ab und kommt zur Ruhe. Und dann gehen wir die Sache getrennt und zusammen an. Wer Hilfe oder eine Meinung wünscht, der stößt bei mir immer auf offene Ohren. Aber jetzt gönnt euch erstmal ein paar Tage oder Wochen, um im Kopf wieder zu Kräften zu kommen.

Hundertachtzig: Kurzschlusswahlen

Entscheide dich jetzt! Heute nehme ich keinen Zeitungsartikel zum Anlass der neuen Hundertachtzig-Ausgabe, sondern Hashtags. Ohne Mist. SPD und CDU weisen auf die Zielgerade in Stunden hin. 100 Stunden, 72 Stunden! Das nennt man wohl kurzfristigen Wahlkampf. Viele Bürger entscheiden sich weiterhin erst sehr spät, wen sie wählen. Aber die Rechten gehen ganz sicher wählen! Und du gehst jetzt bitte wählen, damit wir keinen Rechtsruck erleben!

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Hundertachtzig: (K)ein neuer Umgangston

Pro-Tipp aus unserer Texter-Schmiede: wascht euch die Zähne erst nach der Aufnahme eines Texts, der euch dazu bringt die Worte “Zeckenschlampe” und “Volksverräter-Fotze” in den Mund zu nehmen. Aber das finden die Gurlz bestimmt total sexy… So wie mein FDP-Bewerbungsfoto!

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Hundertachtzig: die Partei als stiller Protest

Neue Rubrik, neues Glück. Den Grimmepreis gibt es für unsere Raw-Gedankenergüsse wahrscheinlich nicht, aber das ist auch nicht das Ziel. In unserer ersten hektischen Ausgabe geht es um eine äußerst kritische Sicht der Partei “die Partei” in der taz von Martin Kaul. Kauls Ansicht nach ist das Wählen der Partei “das Letzte”.

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Beweger statt Aufreger: Der Monsun und kulturelle Nähe

Aufreger, nein, Beweger! Johannes und ich haben keine Lust rumzuschreien. Das liegt zum einen daran, dass wir Mitbewohner haben, zum Anderen kotzen uns die Fronten selbst an. Also reden wir ganz ruhig und sachlich ein paar Minuten darüber, warum wir das Leid unterschiedlicher Menschen unterschiedlich wahrnehmen.

Aufhänger dazu ist der anregende Artikel aus der Süddeutschen von Arne Perras. Da wir mit dem Schnitt dieser Ausgabe etwas gebraucht haben, hat sich glücklicherweise einiges getan und gerade die Süddeutsche hat verstärkt Artikel zum Monsun herausgebracht. Die Kritik, dass die Relationen ungleich bleiben, bleibt bestehen. Das geht allerdings nicht direkt an die Süddeutsche, sondern uns alle.

Was meint ihr, woher der Ausspruch mit dem “Sack Reis in China” herrührt? Wir reden über die Rolle der Medien und Eigenverantwortung. Also alles wie immer bei uns. Hört rein, oder geht euch das alles nichts an?

Featured Image by Maximilian Nitzke

Mehr Spieler, weniger Gamescom

Age of Empires 4, Anno 1800 und Biomutant: die ganz großen Verkaufsschlager klingen anders. Versteht uns nicht falsch. Wir finden es großartig, dass Deutschland die Gamescom hat (auch wenn sie in Köln stattfindet). Alles, was eins unserer liebsten Hobbys in den Fokus rückt, ist uns recht. Aber zwischen E3 und der Paris Games Week geht unser aller Lieblings Gamesmesse erneut etwas unter. Kaum Neuankündigungen bedeuten wenige Überraschungen und interessanter bleibt trotzdem, was hinter den Vorhängen passiert.

Wir haben uns trotzdem ein paar Titel rausgesucht, auf die wir uns freuen. Und ja, wir schielen sowieso bereits auf unsere Exotenmesse, die Tokyo Game Show!

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