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1080 Gründe für die Playstation 4

Taschentücher bereit? Ihr wisst was kommt, oder? Die Wissenden unter euch haben es immer noch vor Augen. Die langen, beharrten Beine unter der Strumpfhose und dieser pralle Hintern den Simon Krätschmer uns als „Grafikhure“ einst präsentierte. Eine so flache, wie treffende Bezeichnung für den Durchschnittsgamer. Denn seien wir ehrlich: den visuellen Unterschied inmitten der Konsolen-Zankerei bemerkt sowieso fast keiner.

Wenn sich jemand aufspielen darf, dann sind es wie immer die PC-Spieler. Feucht fröhlich drehen sie mit der richtigen Hardware die Regler bei Spielen wie „Far Cry“ auf 10 und freuen sich, das alles noch ein bisschen detaillierter aussieht. Das ist schon beeindruckend, mindert jedoch zu keinem Zeitpunkt den Spielspaß von Konsolentiteln. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage stellt sogar fest, dass die ausgewiesene Spielspaß-Konsole dieser Generation, wie könnte es anders sein, die Nintendo Wii U ist.

Genau die Konsole über die wir so gerne Witzchen machen, dass sie wie die Playstation Vita nur eine Handvoll Besitzer vorweisen kann. Aber ganz so abwegig ist der Vorwurf anhand der eben nicht so berauschenden Zahlen der Wii U auch wieder nicht. Und das, so lässt unter anderem die Umfrage vermuten, liegt am Grafikwahnsinn. Der meist genannte Grund von Playstation 4-Käufern ist laut der Umfrage nämlich die hohe Auflösung.

Die Auflösung, die in der Regel für keinerlei Grafikunterschiede auf handelsüblichen Fernsehern sorgt. Es bräuchte wahrscheinlich ein ausgewachsenes Zimmer für den Fernseher allein, damit die Größe und Auflösung tatsächlich einen Unterschied macht. Und gleichzeitig ist bei einem 4k-Fernseher sowieso wieder egal, ob die Auflösung nun unzulänglich oder nicht ganz so unzulänglich ist.

Und auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis stoße ich immer wieder auf diese Einstellung. Selbst bei Spielern, die immer wieder betonen, dass Grafik zweitrangig ist, wird diese zuerst genannt, wenn sie besonders gut oder schlecht ist. Da halte ich es mit Anni, die gerne auf das zweifelhafte Lob für Filme „Also die Maske war gut“ zurückgreift. Wenn etwas derartig Unwichtiges das erste und wichtigste Merkmal zu sein scheint, dann kann es mit dem Spiel nicht weit gekommen sein.

Via Flickr by Raúl

Cloud

Jeder erfreut sich an Grafikupdates. Der Inhalt macht jedoch meist den Klassiker aus.

Es gibt keine Grafik, die ein Spiel kaputt machen kann. Spätestens „Final Fantasy VII“ ist eine Ode an diese Weisheit und auch Spiele wie „Grim Fandango“ und die originalen „Monkey Island“-Teile machen trotz staubtrockener Grafik immer noch einen Heidenspaß. Und mit „Counter Strike“ will ich gar nicht erst anfangen. Und doch fallen wir immer in gleiche Muster zurück und streiten uns (ähnlich wie bei Autos) um Dinge, die wir gar nicht richtig nachvollziehen können. Wir hören „mehr PS/mehr Pixel, desto besser“ und reden uns an Millisekunden oder hanebüchenen Frame-to-Frame-Vergleichen ein Unterschiede zu erkennen.

Die Wahrheit liegt auch nicht irgendwo dazwischen. Wenn ein Spiel gravierende, technische Probleme hat, dann hat dies so gut wie nie etwas mit der Grafik-Power, sondern der Programmierung für die spezifische Hardware zu tun. Tearing, Pop-Ups und Co. suchen selbst die teuersten Titel auf High-End-Geräten heim, wenn die Programme nicht überhaupt erst daraufhin ausgelegt worden sind. Für „GTA“ gehören Pop-Ups zu den Erbkrankheiten und es ist in jeder Kritik nicht mehr als ein Schönheitsfleck.

Ich wünschte, dass ein solcher Artikel komplett überflüssig ist. Verkaufszahlen, Kommentarbereiche und nicht endend wollende Games-Berichterstattungen zu Grafikvergleichen offenbaren jedoch eine andere Wahrheit. Dass sich am Ende lediglich die Konsumenten ein Bein stellen, wenn sie auf eine der aufgebauschten Nebensächlichkeiten achten, werden die wenigsten einsehen wollen. Dann müsste man sich nämlich eingestehen, dass man leider ziemlich oberflächlich war.

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Game Wars – The “Console Wars”

Wir Gamer können richtige Mistsäcke sein. Damit sind nicht nur aktiv sexistische Äußerungen gegen eine Anita Sarkeesian gemeint (Hallo, freie Meinung?), sondern auch die Penen- und Vaginae-Längen/Durchmesser-Vergleiche. Was ist los mit uns Gamern? Anstatt dass man sich zusammenschließt, gibt es immer die gleiche Leier. Nintendo-Spieler sind allesamt Fanboys und -girls, die nicht aus ihrer Kindheit rauskommen, Xbox- und Playstation-Fans wollen eigentlich nur miteinander rummachen, schreien sich allerdings wie Teenager-Stereotypen wegen äußerlichen Kleinigkeiten („Halo“ hier, „Uncharted“ da) an und PCler… All hail the „Master Race“. Ein guter Vorsatz für 2015 gefällig? Wie wäre es damit nicht auf den “Console Wars”-Zug aufzuspringen?

Muss das so sein? Die Frage könnt ihr euch garantiert selbst beantworten. Natürlich nicht. Wenn Johannes mir von PC-Spielen erzählt, dann kann ich diese mit meinem Laptop großteils spielen. Titel wie „Banner Saga“ und „Endless Legend“ bringen eure Rechner in der Regel nicht zum Schwitzen. Und dies sind die „Exklusivtitel“ der PCler. Ein Großteil der Spiele überschneidet sich mit Konsolentiteln und die überragenden Indie-Titel werden oftmals früher oder später auf Xbox und Playstation portiert. Der einzige, offensichtliche Außenseiter ist First-Party-Nintendo, die lieber in Eigenprodukten vergehen, als auf Hilfe von außen zu setzen. Das wird sich auch nach dem universalen Lob für „Bayonetta 2“ wohl nicht ändern.

Und täglich grüßt die Grafikhure

Die im Quartal auftauchenden News waren immer die gleichen. Mal verkauft sich die „Playstation 4“ viel besser und dann und dort wieder die „Xbox One“. Immer wieder wird daraufhin gewiesen, dass eine der Konsolen aufholt oder die andere vernichtend geschlagen hat. Letztes Mal als ich den finanziellen Stand der beiden Abteilungen gecheckt habe, wurden überall schwarze Zahlen geschrieben.

Wenn wenigstens weiterhin das übliche Exklusiv-Rumgeeiere alles auf der Tagesplanung wäre, dann wäre schon vielen geholfen. Das Argument „Uncharted“ ist besser als „Halo“ (aus der Luft gegriffen als Beispiel gewählt) ist in einer „besser-schlechter“-Debatte auf so vielen Ebenen sinnlos. Oftmals haben die Spiele wie in diesem Beispiel unterschiedliche Genres und noch öfter haben die Moserer einen der Titel gar nicht ausführlich gespielt, da sie ja nur über eine Konsole verfügen. Sobald die Spieler jedoch über beide, in diesem fiktiven Krieg meist genannten Konsolen besitzen, erübrigt sich der Ausspruch. Denn der „Krieg“ ist vorbei. Der Spieler hat beide Konsolen gekauft. Es herrscht Frieden. Hip hip hurra!

Via Flicky By Mark Farrell

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Überraschung: Beide Controller lassen sich auch am PC verwenden. What a twist!

Es ist für uns eine Zeit angekommen…

Weihnachten ist vorbei, doch wie das Fest der Liebe und des Kommerz uns so oft lehrt, sorgt genügend Geld oftmals schon für gute Laune. Man sehe sich von diesem Geschäft lebende Individuen wie „Angry Joe“ und „Jim Fucking Sterling, son“ an. Wenn der Zugriff auf alle Konsolen (und auch Handhelds) und den PC möglich ist, dann nimmt man den Markt wie er kommt. Zwei Jahre lang war man als Spieler der „Wii U“ bitter enttäuscht über fehlenden, aber versprochenen Third-Party-Support, doch zur Zeit darf wegen der Exklusivtitel ordentlich gesabbert werden. Spieler haben bekommen was sie wollen. Und wenn die „Wii U“ gerade nicht gezogen hat, dann spielte man auf anderen Plattformen.

Selten gibt es ein besser oder schlechter, sondern viel eher sind es die Zeitpunkte, an denen sich festgeklammert wird. Bestes Beispiel dafür ist der Schlong-Vergleich zu Beginn der Releases von Xbox One und PS4. Was wurde über die vernichtend schwachen Verkaufszahlen der Xbox One geschrieben. Qualitativ lässt sich jedoch weiterhin kein großer Unterschied ausmachen. Beide Konsolen haben kaum nennenswerte Exklusivtitel vorzuweisen und graphische Unterschiede sind genauso lächerlich gering wie schon während der letzten Generation.

Gemeinsam gegen die “Master Race”?

Es ist natürlich etwas dran am PCler-Dasein. Mehr Kontrolle über das eigene Equipment und oft auch die Software (Grafikeinstellungen) sind nur ein Punkt. Der finanziell lukrativste Punkt ist schlichtweg der Fakt, dass Steam im Vergleich zu den Online-Shops von Nintendo, Microsoft und Sony viel bessere Preise bietet. Auf Dauer spart der Günstig-Shopper bei Steam eine Menge Asche und wird trotzdem weitaus früher für diese Preise in den Genuss vergleichsweise neuer Titel kommen. Und auch Neuerscheinungen sind in der Regel 10-20 € billiger.

Genau dagegen müssen die Konsolen und ihre Anhänger gemeinsam einen vernünftigen Weg finden. Nintendo entscheidet sich allein auf Exklusivtitel zu setzen, was aus ihrer Sicht super funktioniert, letztlich jedoch für ein richtiges Videospiel-Biotop sorgt. Spiele bleiben lange teuer, da es für Spieler keine alternativen Möglichkeiten gibt, diese Spiele auf anderen Plattformen zu genießen. Diese Schwäche bemerkt man jedoch kaum, wenn man sich die oft noch horrenden Preise bei der „erwachseneren“ Konkurrenz bei Sony und Microsoft anschaut. So wie es zur Zeit aussieht, gibt es keine guten Gründe eine Konsole zu besitzen… außer der Bequemlichkeit. Diese Gemütlichkeit geht jedoch schnell verloren, wenn MS und Sony sich in Form von Fans und Kampagnen stets auf den eigenen Füßen stehen.

Via Flickr By Steve Jurvetson

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Nicht vergessen… PC und Mac geben sich dazu auch noch gern gegenseitig ins Gesichtsfeld

Der Kunde ist König

Die meisten von uns sind schlichtweg zu faul, um sich mit PCs auseinander zu setzen. Unsere Eltern-Generation ist großteils noch ohne PCs groß geworden, weswegen viele von uns auch noch nicht in unserer Kindheit den Umgang mit diesen Geräten gelernt haben. Zwar ist die jüngere Generation jetzt schon viel früher an der Technik, doch der Trend jetziger Geräte ist es „smart“ zu sein. Möglichst leicht zu bedienen, dass auch Opa und Oma mit ins Boot geholt werden können (theoretisch).

Ein gut gebauter und eingerichteter PC ist nicht teurer als die Konsole und wird auf die gleiche Dauer die grafischen Leistungen erbringen können. Ihn aufzurüsten ist möglich und meist viel billiger als ein neues Gerät zu kaufen, wie es bei Konsolen Pflicht ist. Außerdem gibt es inzwischen genug Wege den PC mit dem Fernseher zu verbinden und diesen als Medienzentrum zu nutzen. Da braucht es keine Konsole für. Wenn der PC-Markt diesen Zugang und diese Änderungsmöglichkeiten noch transparenter gestalten kann, dann sieht es für Konsolen düster aus. Der „Console War“, den sich die Presse aufbauscht, ist nur in einer Hinsicht ein Krieg und war in jener, dass es am Ende nur Verlierer zu geben scheint.

 

Featured Image via Flickr by Mark Farrell

Let the price drop

Bilder und manische Lachen sagen mehr als tausend Worte

“Wie die Tiere”, schreibt Youtuber Christian Kranz in der Beschreibung zum obigen Video. Vielleicht wollen wir Deutschen einfach auch nur mal zeigen, dass wir auch vor Supermärkten ausrasten können. Das hat zwar noch nicht ganz “Black Friday”-Niveau, aber was nicht ist kann ja noch werden. Der eigentliche Wahnsinn ist neben einem Infected mäßigen Run durch die örtlichen Elektromärkte, dass sich weder Xbox One,noch Playstation 4 echte Mühe gemacht haben, um Spielern dieses Geld und diese Euphorie zu entlocken.

Die PC Master Race lacht weiter über die kümmerlichen (Übertreibung zuliebe unserer PC-Freunde) Möglichkeiten der “Next-Gen” und das Launch-Repertoire ist seit der Verschiebung von Watch Dogs kein echter Reiz… für niemanden. Die dazugehörigen Reviews sind im Schnitt auch nicht berauschend, sodass allein “Forza Motorsport 5” ein XBoxOne-Must-Have zu sein scheint, wobei jeder für sich wissen muss, ob man für einen Titel gleich eine 500€ Konsole kauft, die im Laufe des nächsten Jahres ihren ersten “price drop” erfahren wird.

Allerdings wird dieser Preisnachlass auf sich warten lassen. Der Grund dafür ist das simple Prinzip von Angebot und Nachfrage. Im Internet werden die Konsolen von Einzelpersonen und -händlern jenseits der 700€ vertrieben und trotz Beleidigungen und Aufruhr zahlen am Ende doch einige den Preis und rechtfertigen aus Marktperspektive dieses Handeln. Da es teils noch bis in den Februar dauern wird, bis einige Leute die jetzt bestellt haben ihre Konsole bekommen, zahlen auch diese den jetzigen Preis. Und Ende Februar bricht dann auch die erste Lawine an Spieleveröffentlichungen wie Thief, Watch Dogs und Infamous: Second Son über uns her.

Via Flickr By Javier Domínguez Ferreiro

Final Fantasy XV

Ich schaffe es einfach nicht “Nein!” zu Final Fantasy zu sagen…

Dass endlich Spiele da sind wird dementsprechend weitere Käufer locken, weswegen die Hersteller einen Teufel tun werden. Jetzt hat man auch für Normalsterbliche Gamer ein Druckmittel das Geld in die Hand zu nehmen und das Heil der Sparfüchse wird im Gebraucht- und Bundlehandel liegen. Meine Einschätzung ist, dass wir frühestens im dritten Quartal 2014 mit einem Preisnachlass rechnen können, was sich allerdings gut und gerne auf Weihnachten oder sogar das erste Quartal 2015 verschieben kann. Mir soll es recht sein, da mir außer “Final Fantasy XV” noch nichts den Mund wässrig gemacht hat.

Aber Groschenzähler, die ebenfalls noch eine ganze Weile auf die neue Generation verzichten können, sollten auf schnelle “price drops” für die jetzige Konsolengeneration setzen. Ich schiele hierbei besonders auf “Castlevania: Lords of Shadow 2” und das sich in Japan nur mäßig verkaufende “Lightning Returns: Final Fantasy XIII”. Es würde mich nicht wundern, wenn diese Spiele selbst beim Großhändler schnell unter 40€ fallen. Gleiches sehe ich für die Jetzt-Gen-Versionen von “Watch Dogs” und “Thief” kommen, was mich besonders in letzterem Fall freut.#

Also seht zu, dass nicht auch ihr eines Tages auf so einem Video zu sehen seid, wie ihr wie die Gestörten etwas hinterherjagt, dass ihr noch gar nicht richtig gebrauchen könnt, nur um euer ach so schweres Portemonnaie besser tragen zu können. Man muss nicht immer der Erste sein. In Zeiten des Internets ist das sowieso nahezu unmöglich geworden. Also fragt euch das nächste Mal, ob es sich lohnt ein Spiel für circa 20€ mehr eine Woche früher zu besitzen.

33 – PS Vita TV

Da sind wir schon wieder mit einem weiteren, aktuellen Thema. “PS Vita TV” scheint ein kleiner Schritt fürs Gaming zu sein, aber könnte ein entscheidener Schachzug in Sachen Multimedia-Möglichkeiten zwischen Sony und Microsoft werden. Was es mit “PS Vita TV” auf sich hat, fassen Johannes und meine Wenigkeit in knackigen 20 Minuten für euch zusammen. Neumodisches Gewäsch oder ein intelligent eingeführtes Stückwerk seitens Sony?

Via Flickr by Gustavo Devito

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 Ist “PS Vita TV” eine tolle Neuerung oder ein alter Hut?

Übersicht
00:00 – 01:15: Mehr Spieler feiert sich selbst
01:15 – 05:34: Was ist denn dieses… „PS Vita TV“?
05:34 – 09:00: Bei der Macht des Streamings! (Inspiriert von Steam?)
09:00 – 10:48: Sony lässt die Käufer entscheiden (und bezahlen), was sie haben wollen
10:48 – 14:33: Asia Only – Dominanz im asiatischen Markt statt Konkurrenzkampf weltweit
14:33 – 15:21: Gaikai und die Infrastruktur
15:21 – 17:27: Gibt es eine Zukunft für die „PS Vita“?
17:27 – 19:05: Verabschiedung (mit APPLAUS!)

P.S. Der Applaus kommt aus Eschwege und galt ursprünglich dem Chor der Eschweger Gymnasien.

Microsoft und die Bibel

[Legende: Internet = #neuland]

Sagt euch der Name Zachäus etwas? Nicht so schlimm. Ich musste auch erst das allmächtige #neuland befragen, aber ich wusste zumindest wonach ich suche. Die Geschichte von Jesus und dem Zöllner kam mir sofort in den Kopf, als Microsoft direkt nach der E3 eine „180°-Wendung“ vollführte, was ihre Digital Rights Management (DRM) Police betrifft (mehr zu den ursprünglichen Voraussetzungen der Xbox One) .

Plötzlich ist das Tauschen und Verkaufen von Spielen kein Problem mehr. Die Konsole hat auch keine #neuland-Pflicht alle 24 Stunden mehr (was ehrlich gesagt, das geringste Problem war, da man heutzutage beinahe automatisch mindestens einmal am Tag mit der Konsole online ist). Mehr Details, was Microsoft alles verbessert hat, hat das #neuland schon zur Genüge durchgekaut.

Mir geht es, obwohl ich kein sehr religiöser Mensch bin, um die Parallele zu Jesus und dem Zöllner Zachäus. Warum? Nun, plötzlich stehen überzeugte Playstation-Unterstützer als die schwachen und ungerechten Pharisäer dort. Und ja, das Bashing Microsofts nimmt hier und dort wirklich überhand und entfernt sich von jeglicher Realitätsebene. Sollten wir nicht großmütig anerkennen, dass Microsoft aus den eigenen Fehlern gelernt hat und nun Gerechtigkeit (die Bedeutung des Namens Zachäus, by the way) übt?

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 Ist Microsofts Entschuldigung biblischen Ausmaßes? Via Wikimedia Commons by Reinhardhauke

Es gibt mehrere Punkte, warum man Microsoft für diese Kehrtwende nicht einfach abfeiern kann. Gleichzeitig muss man allerdings auch anerkennen, dass nach jetzigem Informationsstand „nur“ noch 100€ sicher zwischen PS4 (399€) und Xbox One (499€) stehen. Viele weitere Details zu beiden Konsolen sind weiterhin nicht offiziell bestätigt, auch wenn die Augenbrauen bei der Xbox One ein wenig höher gezogen werden.

Schließlich ist das #neuland der perfekte Ort für Paranoia und nicht wenige sehen es als wahrscheinlich an, das Microsofts angekündigte Besserungen einen Haken haben. Zum Beispiel werden die Spiele weiterhin auf der Festplatte installiert und es sind weiterhin externe Festplatten nötig, wenn der Speicherplatz nicht ausreicht. Ersterer Punkt ist dabei der wichtigere, da man das Spiel also auf seine Festplatte installieren muss. Aber das Spiel soll an die Disc gebunden sein… wäre es nicht sinnvoller, die Spiele deshalb nicht unbedingt installieren zu müssen? Die Stolpersteine sind noch klar zu erkennen, aber man sollte Microsoft das technische Know-How zugestehen, dass sie bis November einen fertigen Plan haben.

Zurück zu Jesus, Zachäus dem Zöllner und den Pharisäern. Microsoft bedarf einer zweiten Chance. Das steht ganz außer Frage. Zumindest von einem technischen Standpunkt aus gesehen. Die großen Nachteile in Sachen Benutzerfreundlichkeit scheinen bereinigt. Es gibt jedoch mehr als nur gute Gründe, warum es absolut unangebracht ist, die Geschichte vom Zöllner so einseitig zu verwenden.

Seit Veröffentlichung der Playstation 3 hat sich ebenfalls viel getan. Das außerhalb von Japan zu Beginn so gut wie überhaupt nicht unterstützte Stück Hardware, war so unbrauchbar, wie die Xbox One vor einer Woche noch erschien. Der amerikanische Markt (vom europäischen möchte ich in Bezug auf beide Konsolen gar nicht erst anfangen) war stets und zurecht irritiert vom weitaus weniger verständlich erscheinenden Support der Japaner. Erst 2009 erreichte der Service seitens Sony ein Niveau, welches wettbewerbsfähig erschien. Seitdem hat sich stetig etwas getan und die bisherige Präsentation der PS4 ist ein „Beweis“ (man sollte vorsichtig mit solchen Worten sein), dass man bei Sony darum bemüht ist zumindest gerecht zu erscheinen.

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Auch Sony ist nicht fehlerfrei, wenn es um Vermarktung geht. Die PS Vita ist seit Release ein kommerzieller Komapatient. Via Wikimedia Commons by Tokyoship

Genau hier sind wir beim aktuellen Problem der Vermarktung. Es gibt keinerlei Entschuldigung für die an jeder Ecke ausbleibende Etikette, die Microsoft in Form von Swag und ungerechtfertigtem Selbstvertrauen und -verständnis vortrug. #neuland-Größen wie Angry Joe wurde mitten ins Gesicht gelogen. Auf die Behauptung Joes hin, dass man die DRM-Police problemlos ändern könnte, wurde Joe verbal zurechtgewiesen. Und es handelt sich bei dieser Episode um keine Ausnahme. Selbst der sonst sehr unkritisch fragende Geoff Keighley (Gametrailers.com) konnte die Verkaufsstrategie des amerikanischen Großkonzerns nicht nachvollziehen.

Microsoft hat eine große Fanbase. Diese Fanbase hätte ihnen so ziemlich alles vergeben. Fakt ist, dass sie auch jetzt vergeben und – schlimmer – zu vergeben scheinen. Einen guten Monat lang hat Microsoft der Gamercommunity ins Gesicht gelogen. Das Schlimme ist, dass wir es alle gewusst haben. Und da reibt man sich als Journalist und aktiver Teilnehmer der Szene natürlich schon mal die Hände und übt sich in Schadenfreude, wenn man erfährt, dass die Xbox One im ganzen #neuland zerrissen wird und die Vorverkaufszahlen klar für den japanischen Magnaten sprechen.

Man kann nur hoffen, dass auf beiden Seiten der Fanlager die Pubertät bald hinter sich gelassen wird. Die Konsolen haben noch gute vier Monate, um uns mit tollen Gimmicks und fürchterlichen Einschränkungen zu überraschen. Man kann nur hoffen, dass Microsoft das Vertrauen seiner Käufer nicht abermals enttäuscht und Restriktionen in der Hinterhand behält. Gleichzeitig muss Sony den Versprechen Taten folgen lassen.

Die Gesamtsituation zeigt eigentlich nur, dass die Gamesbranche sich leider von nahezu allen Seiten wie ein großer Kindergarten anstellt. Sein wir ehrlich: den Status des Zachäus hat keiner der beiden Großkonzerne verdient. Es handelt sich hier nicht um die Armen und Schwachen. Die Konzerne, wie auch der Großteil der Kunden ist viel besser mit den privilegierten und voreingenommenen Pharisäern zu vergleichen. Steine werden dabei sowieso geworfen und da niemand ohne Schuld ist, wirft einfach der zuerst, der sich als unschuldig sieht. Den daraus folgenden Clusterfuck dürfen wir wohl noch mindestens bis in den November beobachten.

Aufreger der Woche – PR-Blah

Namen für irgendwas selbstgemachtes finden ist scheiße. Jede*r, der*die mal angefangen hat, selbst etwas Kreatives zu schreiben oder gerne Pen & Paper-Rollenspiele spielt, kennt dieses Problem. Ständig stellt mensch seine eigene Entscheidung für den Namen in Frage, schließlich klingt das ganze irgendwann doof und peinlich. Deshalb bin ich sehr froh, dass die Entscheidung für den Namen „Mehr Spieler“ zwischen Max und mir relativ schnell gefallen ist. Bis heute bin ich ein großer Fan, nicht nur des Namens, sondern auch unseres eigenen kleinen Formates. „Klar“, mögen viele jetzt denken, „du machst ja auch den Podcast und die Blogeinträge, natürlich findest du das gut“, aber wenn ich mit dem Format nicht zu neunzig Prozent zufrieden wäre, dann würde ich das nicht auch so sagen. Selbskritik ist schon was feines und nützliches, wenn mensch sie denn anwenden kann.

film critic_groening_Matt Groening. Bereits 1985 latent zynisch. By cineorly, via Flickr.com

Jedenfalls war die letzte Woche sehr arbeitsreich, da in Los Angeles die E3 stattfand, eine große Messe für elektronische Unterhaltung, und damit: Videospiele. Max, Walde und ich haben die Berichterstattung gespannt verfolgt und Walde war sogar so bekloppt, sich die Liveübertragungen der verschiedenen Pressekonferenzen anzutun, teilweise um vier Uhr morgens. Ich selbst kann mir diese Konferenzen aber nur selten antun. Denn dort stehen Leute auf der Bühne, die teilweise ganz genau wissen, dass ihr Produkt die ganzen Erwartungen, die sie zu schüren versuchen, nicht erfüllen wird, aber trotzdem versuchen, uns zu begeistern. Prinzipiell ist dagegen nichts zu sagen. Aber statt auf eventuelle Schwachpunkte einzugehen, sie gegen die möglichen Einwände abzuwägen und schließlich die speziellen Designentscheidungen des Produkts zu erläutern, um das Produkt klar und offen zu präsentieren heißt es oft genug: WIR SIND SUPER, WEIL WIR GIMMICK XY HABEN, NUR BEI UNS! KAUFEN!

Das schlaucht beim Zuhören und nervt beim Zusehen. Denn wir als Konsument*inn*en sind ja nicht dumm, wir wissen, dass ein Produkt nicht einmal halb so perfekt ist, wie es uns präsentiert wird. Wir wissen, dass jedes Superfeature meist auch einen Haken hat, und statt uns zu ärgern, dass es tatsächlich einen gibt fragen wir uns stattdessen, wie sehr uns dieser Haken denn ins Fleisch schneidet. Dies führt nicht nur zu einem unschönen Zynismus seitens der Verbraucher*innen, sondern auch zu einem gestörten Vertrauensverhältnis zwischen Anbieter*in und Kundin oder Kunde. Dabei ist doch Vertrauen in eine Marke, ein Produkt, eine Firma so ziemlich das Beste was so einer*m Anbieter*in eines Verkaufsdings so passieren kann, denn das stärkt die Bindung und sorgt für einen sicheren Umsatz. Das einzige Problem: Vertrauen muss mensch sich erarbeiten und nicht mit Geld erkaufen, was in unserem kapitalistischen System heißt, dass Vertrauen letztlich nicht genug Gewinn abwirft.

Deshalb sind solche Produktvorstellung auch unglaublich anstrengend und vor allem entwürdigend für die Menschen, welche diese Präsentation durchziehen müssen. Dann stehen die dort auf einer großen Bühne, reden sich den Mund mit unglaublich leeren Phrasen fusselig und geraten ins Stottern oder, noch schlimmer, reden ziemlichen Stuss, wenn irgendjemand mal kritisch nachfragt. Das tut mir beim Zuschauen weh und ich möchte nicht, dass diese Leute das machen müssen, ja, ich möchte nicht, dass irgendjemand jemals ein defizitäres Produkt hochjubeln muss, auf Kosten ihrer oder seiner Würde.

mens bathing costume_nekosoftWenigstens macht er das aus Überzeugung. Wahrscheinlich. By Nekosoft, via Flickr.com

Stattdessen würde ich mir mehr Offenheit und Transparenz wünschen. Mehr Erläuterungen darüber, weshalb mensch sich für die Möglichkeiten A, B und C entschieden hat, obwohl es hätten auch D, E, und F sein können. Warum beispielsweise setzt Microsoft auf TV und Always On, während Sony weiterhin eine Spielekonsole herstellt? Ich glaube, die Menschen und Verbraucher*innen würden es verstehen, wenn ein Pressesprecher aufläuft und sagt: „Wir haben uns bewusst dazu entschieden, unser Produkt auf diese Art zu gestalten, weil wir finden, dass Gründe G, H und I die besten Entscheidungen für uns waren. Wir konzentrieren uns auf diese Entscheidungen und wollen, dass unser Produkt in diesen Bereichen hervorragend wird. Natürlich hätten wir auch Entscheidung J, K und L treffen können, fanden aber die Ausrichtung auf G, H und I besser.“ Wenn mensch den Zuhörer*innen bei solchen Konferenzen einfach endlich mal offen erklären würde, warum die Dinge so gemacht wurden, wie sie sind, dann können sich doch alle viel besser mit den Zuständen anfreunden. Ansonsten bricht sich nämlich der Zynismus bahn und wir werden grundsätzlich von allem zunächst enttäuscht sein, statt erfreut.

Transparenz und Offenheit hilft nicht nur den Firmen, sondern auch der Politik. Deshalb sollte überall damit angefangen werden, zu erklären, statt zu entscheiden. Dann müssen wir von Mehr Spieler beispielsweise nicht mehr rumragen, weil wir als Kundinnen und Kunden für blöd verkauft werden sollen.

27 – Auch wir können E3! Teil 1: Microsoft & die XBox One

e3 version 1 teil 1W – eine Podcast-Crew kennt ihren Künstler

Die E3 ist zu ende! Endlich kann man sich wieder um wichtige Dine wie Schlaf, Freunde oder Podcasten kümmern. Da die E3 die wohl größte Messe für elektronische Unterhaltungsmedien ist, widmen auch wir uns diesem Event. Knapp zwei Stunden haben Max, Walde und Johannes für euch ihre Stimmbänder strapaziert und geraged. Da wir euch das aber nicht guten Gewissen an einem Stück antun können (und das alles auch tierisch lange dauert zu schneiden) veröffentlichen wir unseren Podcast in drei Teilen (und hoffen, dass das nicht zur Regel wird). Heute gibt’s Teil eins für euch, in der wir uns total objektiv und erwachsen mit der XBox One beschäftigen und völlig neutral die kommenden Spiele sowie natürlich die Microsoft-Präsentation auf der E3 Revue passieren lassen.

Dienstag geht’s dann weiter mit der Vorstellung der PS4, deren Lineup sowie der gesamten Konferenz von Sony. Im Laufe der übernächsten Woche dann könnt ihr euch an Teil drei erfreuen, in welchem es um Nintedos Präsenz auf der E3, die großen Publisher wie EA, Ubisoft und Square Enix sowie schließlich um die Überlegenheit des PC gegenüber den Konsolen geht. Letzteres ist natürlich eine völlig objektive und professionelle Analyse meinerseits (/irony).

 
Und die Zündschnur wird kürzer… BOOM!

Die superoffizielle Pre-E3-Trailer-Party

Die E3 hat in den letzten Wochen und Tagen wieder im Jacuzzi der Metaphern baden dürfen, was sie zu  u.a. nicht weniger als “dem Mekka” (Adam Sessler, Rev3Games) der Videospieler gemacht hat. Spätestens seit Februar diesen Jahres fiebern die meisten, interessierten Gamer der ersten, großen Spielemesse des Jahres entgegen. Damals wurde schließlich der diesjährige Release der PlayStation 4 seitens Sony bestätigt. Das bedeutet nach knapp 8 Jahren (rechnet man vom Release der Xbox 360 im November/Dezember 2005 an) also endlich eine neue Konsolengeneration.

Die Freude über die neue Hardware und weitere, technische Möglichkeiten wurde unlängst durch die Microsoft-Präsentation der Xbox One getrübt. Im Zuge der Präsentation und Fragen seitens der Journalisten stellte sich nämlich heraus, dass das Ausleihen von Spielen an Freunde ein Vorteil von Gestern ist. Gebrauchtspiele sollen ein Ding der Unmöglichkeit werden, die Xbox One weiß selber nicht so genau, was sie alles an Gesprächen in euren Zimmern aufnimmt und außer Sportspielen und rein für den amerikanischen Markt konzipierten Finessen sollen Gamer nicht allzu viel erwarten. 

Mad Hatter TeepartyIhr kommt spät, aber das Kaffeekränzchen hat gerade erst angefangen. By Rocksteady Games

Jetzt ist die E3 also endlich da und anstatt ein paar Tage vorher irgendwelche Prognosen abzugeben, ob die neue Konsolengeneration ihr eigenes Grab schaufelt, will ich mit euch ein paar der neuen Trailer anschauen und meine Gedanken zu den Spielen mitteilen. Wir vergessen einfach mal die Industrie hinter der ganzen Geschichte und freuen uns wie ein paar Bekloppte über die bewegten Bilder… oder ragen richtig schön rum! Wer unsere Meinungen und Einstellungen zu Trailern nicht kennt, der kann sich unseren Podcast zu dem Thema anhören. In diesem Sinne: CG-Bashing, ahoi!

Thief

Thief hat alle Voraussetzungen, um ein richtig geiles Teil zu werden. Die ursprüngliche Thief-Reihe wird von Kritikern und Fans gleichermaßen gefeiert und allein die Verkaufszahlen waren nur nie der ganz große Bringer. Um die Grundlagen der Stealth-Reihe nicht zu verpfuschen und das ganze aber zu einem zeitgemäßen Spiel zu formen, hat sich Eidos der Sache angenommen. Eben jene Entwickler, die mit Deus Ex: Human Revolution einen der ganz starken, wenn auch technisch nicht unantastbaren Titel der letzten Jahre herausgebracht haben.

In Sachen Technik konnte man sich aber zumindest von der fantastisch anmutenden Graphik verzaubern lassen, die in einigen “Entwicklertagebüchern” präsentiert worden sind. Diese Videos haben inzwischen ein paar Monate auf dem Buckel, sodass ein E3-Trailer der richtige Zeitpunkt gewesen wäre, um uns einen saftigen Gameplay-Trailer zu garnieren. Leider gibt es hier eine große Fehlanzeige und wer nicht auf der E3 ist (Los Angeles… kein Ding, ist ja um die Ecke!), muss sich mit einem einminütigen Video mit Schauspielern begnügen.


Und warum konnte uns das nicht in der tatsächlichen Grafik des Spiels gezeigt werden?

Videospiele sehen inzwischen so gut aus, dass es für mich unverständlich bleibt, was der Blödsinn mit echten Schauspielern noch soll. Thief verpasst es leider uns durch den Trailer Lust auf mehr zu machen, da wir “so klug als wie zuvor” bleiben. Davon abgesehen freue ich mich allerdings mehr von diesem Tiitel zu hören, da die Kombination von Eidos und Stealth mehr als viel versprechend erscheint.

Yaiba: Ninja Gaiden Z

Ach du Scheiße… Erst hat sich die Ninja Gaiden-Reihe mit ihrem dritten Teil selbst begraben und jetzt hat man scheinbar nicht mitbekommen, dass mit Deadpool bereits ein Titel auf uns wartet, der vor pubertärem Humor nur so strotzen wird. Abgesehen davon, dass wir schon wieder die Hälfte des Trailers damit verbringen einem echten Schauspieler dabei zugucken, wie er mit einem Schwert rumfuchtelt, läuft hier einfach alles schief, was schief laufen kann.

Neben dem gezwungenen Humor, der mit der Zeit genauso anstrengend sein wird, wie ein dauernd alberner Deadpool, haben die Entwickler von Tecmo das Kunststück fertig gebracht Cel-Shading veraltet aussehen zu lassen. Was auch immer einige Hardcore-Fans behaupten. Die Grafik sieht nicht schön aus. Gemeinsam mit dem Humor ergibt sich ein Retro-Flair wie in “Far Cry: Blood Dragon”. Während dieser Gedanke ganz nett scheint, hat Yaiba keine Filmvobrilder, die hier persifliert werden. Man will sein ganz eigener Pool des Trashs sein.


Selbst die Kombi aus Hip-Hop und Samurai-Action gab es schon viel besser in “Samurai Champloo”

Der letzte und wichtigste Punkt für Spieler ist natürlich, dass das Zombiegemetzel unglaublich einfach und nach Button-Mashing aussieht. Während der dritte Teil der Ninja Gaiden-Reihe es verpasst hat neue Fans zu gewinnen, hat man gleich auch noch die Alteingesessenen vors Schienbein getreten, indem das Spiel viel leichter und zugänglicher wurde. Diese Hauptattraktion eines Ninja Gaiden scheint auch dieses Mal keine Rolle zu spielen und so beerdigt sich der untote Protagonist des Spiels schon mit diesem Trailer, bevor er überhaupt auf die Jagd nach Ryu gehen kann.

Deus Ex: The Fall

Dass “Deus Ex: The Fall” kein vollwertiger Konsolentitel wird, war mir schon im Vornherein bewusst. Man darf natürlich immer hoffen, aber da das Entwicklerteam des großartigen “Deus Ex: Human Revolution” wie bereits erwähnt an “Thief” tüfteln, tendierte die Möglichkeit für ein Sequel zum jetzigen Zeitpunkt gen Null. Dafür ist es wie erwartet ein Smartphone/Tablet-Titel geworden, der pünktlich zur E3 seinen eigenen Trailer bekommt.

Ich bin kein Smartphone/Tablet-Spieler. Einfach auch weil die vielen kleinen Spiele bisher spielerisch recht einfallslos oder bloße Arcade-Games sind. “Deus Ex: The Fall” zeigt im sehr guten E3-Trailer allerdings eindrucksvoll, dass PSP-Grafik und scheinbar die gleichen spielerischen Möglichkeiten wie in “Human Revolution” auf dem Handy möglich sind. Stealth, Schusswechsel, Hacking, Moral Choice und was alles sonst noch den Vorgänger spielerisch ausgemacht hat, verspricht uns dieser Gameplay-Trailer.


Ein Smartphone/Tablet-Titel als Trailer-Hit. Wer hätt’s gedacht?

Natürlich bleibe ich kritisch und bin erstens auf die Länge des Titels gespannt und zweitens, wie flüssig sich das Spiel letzten Endes steuern lässt. Als Trailer selbst ist “Deus Ex: The Fall” jedoch rundum gelungen, da er glaubwürdig die Möglichkeiten des Spiels präsentiert, mit guter Atmosphäre punktet und zudem ein Zeichen für Smartphone/Tablet-Spieler setzt, was an Spielen so möglich ist. Das ist ernst zu nehmende Konkurrenz für Handhelds. Chapeau!

Castlevania: Lords of Shadows 2

Na, ihr wusstet doch, dass wir uns natürlich auch um Konamis einziges, heißes Eisen neben dem neuen Metal Gear Solid kümmern. Walde hat sich wieder artig hingesetzt und seine Englischkünste ausgepackt, um von der Pre-E3-Show Konamis zu berichten. Auch ich habe mir natürlich den Titel angesehen, der Waldes und mein Herz höher schlagen lässt. Der versprochene Abschluss der in “Castlevania: Lords of Shadows” geebneten Story hört sich viel versprechend an.

Der Fairness halber warne ich, dass in dem folgenden Absatz Spoiler auftauchen. Gabriel Belmont (Protagonist des Vorgängers) ist inzwischen zu Dracula geworden und so wird man den Fürst der Finsternis höchstpersönlich spielen. Satan kommt nach 1000jähriger Abwesenheit nach der Niederlage gegen Gabriel zurück und hat Blutwurst und Rache im Gepäck. Dazu hat Gabriel im Laufe der Jahrhunderte unwissentlich seinen eigenen Sohn Trevor Belmont getötet und diesen als Alucard wieder ins Leben gerufen.

Möge die Show beginnen, denkt man sich und bekommt einen über 6 Minuten langen Trailer vorgesetzt. Geil, was man da alles unterbringen könnte. Ja, ja, diese bescheuerten Konjunktive. Leider zeigen uns die spanischen Entwickler von Mercury Steam nur, was wir schon seit dem ersten Teil der Reihe wissen: das Spiel wird hervorragend aussehen. Abermals wird kein echtes Gameplay gezeigt, sondern nur Highlight–Sequenzen aus Bosskämpfen oder Finisher seitens Gabriels. Ansonsten sprudelt der Trailer vor prächtigen, vorgerenderten und gescripteten Szenen, die uns leider wenig Neues geben.


Wer noch keinen Trailer zum neuen Castlevania gesehen hat, hat Glück: dann macht der Trailer nämlich noch richtig Spaß!

Für sich allein gesehen ist dieser Trailer sicherlich nicht schlecht, doch in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um den dritten Trailer handelt, ist der Mehrwert gegenüber den vorigen Trailern erschreckend klein. Dass man Gabriels tote Frau Marie und Sohn Alucard in Ingame-Grafik sieht, macht nur wenige Sekunden aus. Dann wird noch eine weibliche Figur, die zu Gabriels Orden gehört gezeigt (die leider Genre typisch viel zu große und total unpraktikable, kaum bedeckte Brüste hat) und der junge Trevor. Diese Momente sind allerdings nur Schnipsel ohne Zusammenhang.

Neben diesen kurzen Teasern verpasst der Trailer es leider uns das Gefühl zu vermitteln, wie sich dieses Spiel den tatsächlich spielen könnte. Klar werden wir Gameplay-Eindrücke von der E3 bekommen, aber der Trailer selbst verpasst diesen wichtigen Faktor. Zudem ist das weitere Ausbleiben eines GENAUEN Erscheinungsdatums ein weiterer Wermutstropfen. Zumindest scheint sicher, dass Richard Madden (Robb Stark aus “Game of Thrones”) Alucard seine Stimme leiht… NICE!

Lightning Returns: Final Fantasy XIII

Für viele Anhänger ist Final Fantasy mit dem 13ten gestorben. Ich werde nicht erneut die Gründe dafür nennen. Auch das wirklich spaßig zu spielende, wenngleich inkonsistente und verwirrend gestrickte Zeitreisenabenteuer Final Fantasy XIII-2 konnte die meisten Kritiker umstimmen. Mich konnte es umstimmen. Zwar sehe ich FF XIII-2 weit von Meilensteinen wie Teil 6 bis 10 (ohne X-2!) entfernt, doch es war ein Schritt in die richtige Richtung. Während alle der Westen auf die Ankündigung des Next-Gen-Final-Fantasys wartet, freue ich mich mit Japan auf Lightnings letzten, großen Auftritt.


Vergeben wird “LR:FF XIII” nichts machen, aber selbst könnte ein richtig starker Titel herauskommen!

Ja, die Story ist inzwischen so verwoben und verworren, dass viele nicht durchsteigen. Ich setze allerdings klar auf den J-RPG-Bonus. Man spielt J-RPGS weil sie anders und abgehoben sind (wer mich versteht, checkt am besten auch den Trailer zu Tales of Xillia aus!) und Lightning Returns zeigt mir von Lightnings Sonnenbrille (natürlich im Dunklen getragen!) bis zum fantastisch coolen (und tatsächlich mal “männlich” gestalteten) Snow (der Typ im schwarzen Anzug) genau die Art von Überzeichnung, die ich haben will.

Der ganz große Pluspunkt neben den vorgestellten Charakteren und einer interessant designten Welt ist jedoch der Fakt, dass mir ein paar Kampfszenen präsentiert worden sind. Der sofortige Klassenwechsel scheint sehr flüssig und dass man alleine kämpft und Lightning tatsächlich steuert und sie ausweichen und abwehren lässt, lässt mich auf eine Abänderung des genialen Kampfsystems aus “Crisis Core: Final Fantasy” hoffen. Die Mischung aus RPG-Element und Echtzeit-Kampf ist (zumindest in “Crisis Core”) Langzeit motivierend und wird hoffentlich dafür sorgen, dass man nicht nur das Gefühl hat die X-Taste zu betätigen.

Schöne neue Trailer-Welt

Es gibt natürlich jede Menge Trailer, die ich hier ausgelassen habe und ich bitte euch, dass uns eure Ängste und Hoffnungen zum gezeigten E3-Trailer-Material mitteilt. Die Liste ist lang und was ihr hier bekommen habt, ist nicht viel mehr als ein Aperitif. Auf eine gelungene E3 und einen wahrscheinlich etwas später erscheinenden Podcast, da die E3 bis zum Donnerstag andauert. Übrigens werden wir dann auch echt und gefühlt ein Jahr alt, wenn ihr die “offiziell” 52. Ausgabe Mehrspieler (den 26. Podcast) in euren Gehörgängen wiederfindet.

26 – Gaming Tabus (Teil 2)

Gaming Tabus 2 Final

Koloriert, bearbeitet und mit Feenstaub bepudert von Waldemar Witt

Nach unserer Safari durch die Spiele selbst und was wir in ihnen nie wieder entdecken möchten, trauen wir uns nun an das Drumherum heran! Jetzt ist die Industrie fällig und der Kunde bekommt gleich mit eine ins Gesichtsfeld. Von Always On bis Vorbesteller-Wahnsinn klappern wir drei Musketiere des Gamesjournalismus Undinge in der Branche ab, die uns schlichtweg auf den Zeiger gehen.

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