Tag: Kickstarter (Page 1 of 2)

Mehr Spieler – Der Jahresrückblick 2015, Part Deux

Nachdem wir euch kurz vor dem Jahresende mit unserem Rückblick auf das Ende der Open World eingestimmt haben, folgt hier nun unser zweiter Teil, mit all den Themen, die wir eigentlich schon beim letzten Mal besprechen wollten. Da dies ein Rückblick auf das letzte Jahr ist, reden Max und ich naturgemäß über viele Dinge, die im letzten Jahr immer mal wieder aufgetaucht sind, manche haben es sogar zu ausgewachsenen Podcast-Episoden oder Blogbeiträgen gebracht. Dazu gehören meine Gedanken zur Jagd nach Fotorealismus, unser Gespräch über Crowdfunding für Videospiele mit Fig und natürlich die Frage: Was zur Hölle geht bei Konami ab?

Es bleibt uns nur noch zu sagen, dass ihr hoffentlich Spaß mit dieser Folge habt und wir freuen uns auf ein neues Mehr-Spieler-Jahr 2016!

Am Abgrund Links – Neues Asylrecht und einstweilige Verfügungen

Immer wieder Montags kommt die Erinnerung (dubidubidubdub). Ausdauer, Freude und Gesundheit für die nächsten Wochentage mit ein paar Links, die uns so begegnet sind.

Johannes:

  • Nutzt ihr AdBlocker? Persönlich nutze ich ja das NoScript-AddOn für Firefox, das blockiert gleich alle potentiell gefährlichen Scripts auf einer Webseite – und damit auch Werbung. Nach Meinung des Axel-Springer-Verlags ist das aber anscheinend illegal. Denn der hat per einstweiliger Verfügung durchgesetzt, dass die Anbieter des AdBlock Plus, Eyeo aus Köln, mit ihrem Produkt nicht mehr die Werbung auf der Seite von Bild.de umgehen dürfen. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, zumal es gegenteilige Rechtsprechungen von anderen deutschen Gerichten gab. Es zeigt jedoch, wie wichtig die Werbeeinahmen für alle Webseiten sind und schließlich stellt sich auch die Frage, wie sinnvoll eine werbefinanzierte Internetwirtschaft ist. Es wird Zeit, nach alternativen Modellen Ausschau zu halten.
  • In eine ähnliche Kerbe schlägt Nina Paley in einem TED-Vortrag in Maastricht. Sie setzt sicht nicht für eine Reform, sondern gleich für die Abschaffung von Urheberrechten ein. Ihre Begründung: Urheberrechte nutzen fast ausschließlich den Verwertern, nicht den Künstlern. Und deshalb ruft sie dazu auf, Copyright einfach zu ignorieren. Auch eine Lösung?
  • Wie schon in meinem Bericht über das Berliner Anspielevent zu “Assassin’s Creed: Syndicate” angedeutet, tue ich mich schwer mit der Spielereihe. Ähnlich ergeht es auch Markus Dittmar von Superlevel, den die ewigen Vergleiche mit den Vorgängern der Assassinen-Serie auf die Nerven gehen. Wie sehr sich dieser Eindruck aufdrängt, fällt bei einem Vergleich der Reviews auf: Assassin’s Creed wird fasst immer im Kontext seiner Vorgänger bewertet, was Neuankommende in der Serie natürlich ein wenig vor den Kopf stößt. Gleichzeitig zeigen die unterschiedlichen Bewertungen, dass der Serie massiv die Puste ausgeht. Es scheint, als hieße das Motto für Assassin’s Creed: Innvation oder Tod.
  • Für alle Menschen dort draußen, die erstens massiv Zeit haben und sich zweitens ebenso massiv für Videospieleproduktion interessieren, sei die Dokumentation zur Entstehung von Double Fines “Broken Age” ans Herz gelegt. Die turbulente Entwicklung wurde in nicht weniger als zwölfeinhalb Stunden Serienmaterial gepresst und kann auf YouTube angesehen werden. Wer nur ein bisschen Zeit hat, kann auch die Zusammenfassung von ArsTechnica goutieren.

Max:

  • Vorab etwas Leichtes: Selbst dem Trierischen Volksfreund ist “Assassin’s Creed: Syndicate” wichtig genug, um den merkwürdig verschachtelt geschriebenen Artikel der dpa abzudrucken. Da ich dieses Jahr sowieso Gnade walten lasse, freue ich mich über jedwede Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gegenüber Videospielen, die nichts mit der “Killerspiele”-Diskussion zu tun haben. Ich vermute immer noch, dass der Artikel sowieso nur geschaltet wurde, weil im neuesten Ableger uns’ Karl Marx einer der Auftraggeber ist.
  • Außerdem finden die League of Legends Finals in Berlin statt. Ob es überhaupt noch Karten gibt, weiß ich nicht. Ein paar große Namen der Gamer- und auch der Youtube-Szene werden vor Ort sein, sodass sich das ganze wie große Selbstverherrlichung anfühlen darf. Was Schauspieler können, können Gamer doch schon lange… nun ja… zumindest seit es Videospiele gibt.
  • Zu ernsteren Themen: Das neue Asylrecht tritt in Kraft. Bevor alle auf die Barrikaden gehen, ganz gleich auf welcher Seite sie stehen, kann man sich in Ruhe durchlesen, was genau bestimmt wurde. Es soll hilfreich sein, wenn man weiß, wovon man redet.
  • Abschließend ein kleiner “Lifehack”, wobei ich es ganz altmodisch eine Eselsbrücke nennen würde. Unter anderem hat der Postillon das Thema letzten Monat mal wieder angesprochen. Es geht um eine Verwechslung, die so alt wie die Zeit ist. Wann schreibt man seid und wann seit? Wer darüber immer wieder mal kurz nachdenken muss, der kann sich die ZeiT zu nutze machen. Bei dieser wissen die meisten hoffentlich, dass sie mit einem T am Ende geschrieben wird. Sprecht ihr über einen ZeiTraum, dann benutzt ihr das seit mit T am Ende. Wenn der Zustand oder in gewisserweise auch das Dasein von etwas mit einem Adjektiv ausgeschmückt werden soll, dann benutzt ihr seid mit D wie in Dasein.
    Beispiele zur ZeiT: Seit 1982 lebe ich schon. Seit 9:30 warte ich auf mein Schoko-Nuss-Waffelgebäck.
    Beispiele zum Dasein: Ihr Nazis seid doch scheiße. Wenn ihr ein Problem mit Hertha BSC habt, dann seid ihr nicht meine Freunde.
    (Die Inhalte der Beispiele sind absolut zufällig generiert.)
    Und jetzt zum Abschluss ein Test. Habt ihr das Prinzip verstanden? Dann findet nun den Fehler:
    Übung: Nicht erst seit Gestern seit ihr so komisch.
    Fragt Mama und Papa nach dem richtigen Ergebnis bzw. checkt, ob die die Alten das überhaupt selbst auf die Reihe bekommen. Seid mir nicht böse, aber dieser Eintrag schwebt mir schon seit einiger Zeit vor und vielleicht kann ihn tatsächlich jemand gebrauchen.

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Am Abgrund Links – Frauen mit virtuellen Knarren, Grenzkontrollen und die Extremismustheorie

Der September ist zugegebenermaßen nicht mehr der Jüngste, aber zumindest wird einem langsam bewußt, dass das Jahr sich dem Ende zuneigt. Der perfekte Zeitpunkt also, sich nochmal die Ereignisse der letzten Woche vor Augen zu führen:

Anni

  • Die Extremismustheorie und ihre Gefahren hatte ich ja schon vor einigen Wochen angeschnitten. Jetzt hat die Bundeszentrale für Politische Bildung ein Buch über Linksextremismus auf den Markt gebracht, dass ganz tief in die Klischeekiste greift und nicht nur wegen des Titels und der aktuellen politischen Lage ein bisschen fehl am Platz wirkt.
  • Das Bärte schon seit längerem ein Trend sind, sollte für niemanden etwas Neues sein. Das es sich dabei aber wieder einmal um ein Privileg weißer Männer* handelt wird hier erklärt.

Johannes

  • Fangen wir mal an mit einer sicheren Bank für interessante Inhalte: Rock, Paper, Shotgun hat sich nach den zurückliegenden Veröffentlichungen diverserer Kickstarter-Projekte Gedanken zum derzeitigen Stand von Crowdfunding gemacht. Max und mir pinselt es natürlich den Bauch, wenn so große Namen sich ein Beispiel an uns nehmen (höhö), auch wenn die Damen und Herren nicht zu unserem Schluss kommen, dass vor allem Kickstarter ein Anlaufpunkt für große Namen geworden ist. Stattdessen schreiben sie über die Fragwürdigkeit von Riesen-Projekten wie Star Citizen und bitten darum, doch mal öfters auf itch.io zu schauen. Denn was in der Musik gilt, ist auch im Videospielebereich nie verkehrt: Mehr Indie schadet nie.
  • Ohne Witz: Die ehemlige Kunstlehrerin meines kleinen Bruders war professionelle Counter-Strike-Spielerin (aber fragt mich nicht, welche Version). Es ist schade, dass dies so erwähneswert ist, mehr Normalität von Frauen im eSport wäre etwas wunderbares. Ebenfalls bei Rock, Paper, Shotgun findet sich zu diesem Thema, speziell in Bezug auf Counter-Strike, ein interessanter Artikel. Nicht nur, weil Profi-Spielerinnen von ihren Erfahrungen auf gemischtgeschlechtlichen und reinen Frauen-Turnieren erzählen, sondern auch weil klar wird, welche große (und abschreckende) Hürde noch immer die frauenfeindliche Haltung im Internet spielt.
  • Kommen wir zur Politik und damit zunächst zu einem kleinen Nachtrag in Sachen Bundestag-Hack (ihr erinnert euch?): Mittlerweile weiß man, dass es ein klassischer Phishing-Versuch über eine getarnte Webseite mit un.org-Adresse war.
  • Die seit langem (dafür teilweise zurecht) schwächelnde Labour-Party in Großbritannien hat einen neuen Vorsitzenden gewählt. Jeremy Corbyn heißt der und bei ihm wird vor allem hervorgehoben, dass er relativ stringent gegen alles gestimmt hat, was seiner Meinung nach falsch war. Ein Politiker also, der tatsächlich nicht an Macht, sondern Allgemeinwohl interessiert ist? Tony Blair, als dessen Gegenpol Corbyn bezeichnet wird, prophezeite vor der Wahl jedenfalls den Untergang der Labour-Party. Vielleicht ist das ja ein gutes Zeichen?

Max

  • Bevor wir zu traurigeren Nachrichten kommen, wenden wir uns doch ein wenig Ablenkung zu. Die Tokyo Game Show (TGS) steht bevor und ich werde euch auch nächste Woche damit nerven. Abseits der TGS möchte ich mich allerdings mit dem großen Fragezeichen “Hitman” befassen. Ein Spiel, welches sich “stetig entwickeln” soll, aber gleich zu Beginn für den AAA-Vollpreis erscheint. Mikrotransaktionen soll es keine geben, doch DLCs sind durchaus sicher. Bei einem “stetig entwickelndem” Spiel stellt sich mir da die Frage, wie wichtig diese DLCs sein werden. Überhaupt stellen sich einige größere Fragen zu einem solchen Projekt. Zeitlich begrenzte Aufträge werden genannt. Heißt das, dass ein Spieler, der das Spiel erst später erwirbt Inhalte “verpassen” wird? Wie wichtig ist die Online-Verbindung bei einem solchen Spiel und was bleibt nach 1-2 Jahren, wenn die Server wie bei FIFA und Co. eventuell abgeschaltet werden? Es wäre schön, wenn Square Enix und/oder IO Interactive Tacheles reden könnten.
  • Ich war am Wochenende Fußball gucken und Kuchen essen. Das heißt, dass ich ein Wochenende ohne Sorgen hatte. Ganz ohne Sorgen blieb es dann aber natürlich nicht, da wir auf der Heimfahrt auf die glorreiche Idee kamen Nachrichten zu lesen. Wir haben jetzt wieder Grenzkontrollen an Deutschen Grenzen. An Deutschen Grenzen, die eigentlich keiner Kontrolle mehr bedürfen sollten. Und wofür hat die EU eigentlich einen Nobelpreis bekommen? Dafür, dass alle in der Nase bohren und hoffen, dass jemand Anderes übernimmt? Nimm’ du, ich hab ihn sicher! Von wegen! Und nicht einmal der feixende Fußballer in mir kann mir solche Nachrichten mit zuvor mal wieder höchst investigativen Artikeln des Postillons schönreden. In Berlin musste ich auch erste Abschiebungen beobachten und miterleben, als ein paar Tausend Menschen aus Stuttgart nach Hause geschickt wurden. Mit 2:1. HA HO HE! Und der vegane Schokokuchen in Friedrichshain war auch ziemlich mächtig.

Featured Image via Wikicommons by Dave & Margie Hill / Kleerup from Centennial, CO, USAGetty Villa – Collection Uploaded by Marcus Cyron

Mehr Spieler – Crowdfunding mit Feigen

Es kann nicht oft genug gesagt werden: Crowdfunding ist eine tolle Sache und gleichzeitig eine wichtige Entwicklung, auch gesellschaftlich, insbesondere aber für Videospiele. Denn in einer Zeit, die geprägt war (und noch immer ist) von Fortsetzungen und sich immer mehr gleichendend “Open World Action Adventure”-Spielen (ein mittlerweile sehr generisch benutzter Terminus), haben Spiele wie Wasteland 2, Pillars of Eternity oder FTL bewiesen, dass auch ein Leben jenseits der drei As möglich ist. Leider hat Crowdfunding aber auch ein Problem: Fairness.

Dazu müssen wir uns nochmal das Prinzip Crowdfunding für Videospiele aus der Nähe ansehen: Der Deal ist, dass ich jetzt Geld ausgebe, um später (vielleicht) ein Spiel billiger zu bekommen (und eventuell noch irgendwie in’s Spiel integriert werde, wenn ich eine unsinnige Summe Geld dafür ausgebe).
Jede*r Unterstützer*in geht dabei aber eine Art unternehmerisches Risiko ein. Denn welche Sicherheit habe ich, dass die Entwickler ihre Versprechen halten und die angekündigten Features ins Spiel einbauen? Wer garantiert mir, dass ich am Ende überhaupt ein Spiel erhalte?

Zwo – eins – Risiko!

Nun könnte mensch argumentieren: Das Risiko ist dadurch abgegolten, das ich ja gegenüber dem Ladenpreis spare. Aber was ist mit den Leuten, die mehr als zwanzig oder dreißig Euro ausgeben? Die sparen ja nicht und haben dabei trotzdem das Endprodukt ermöglicht. Speziell bei einem großen Erfolg nach der Fertigstellung ergibt sich die Frage: Wenn das Spiel soviel Geld macht, dann liegt das ja auch an meiner Unterstützung; sollte ich daher nicht auch “ein Stück vom Kuchen” abbekommen, obwohl ich nur ein paar Gramm Mehl in den Teig gemischt habe?

Und dann gibt es da noch den Fall “Investor”. Bekanntestes Beispiel ist Oculus Rift und Facebook: Nachdem Oculus mit vielen Millionen Dollar einen Erfolg auf Kickstarter feiern konnte, stieg bald Facebook als Investor ein. Deren Geld wurde durch den Kauf von Facebook fast entwertet, auch wenn weiterhin behauptet wurde, dass die Unterstützerinnen ihre Gegenleistung erhalten werden. Nur ändert solch eine Investition das Ziel eines Crowdfunding-Projektes grundlegend: Geht es vorher in erster Linie um die Umsetzung (und dann den Profit), steht nach einer Investition der Profit im Fokus. Das ändert zwar nichts am Ziel der Umsetzung, aber diese könnte durch Anpassungen an einen Massenmarkt (Mehr Profit!) herausgezögert oder noch schlimmer: Das Produkt könnte in einigen Bereichen grundlegend geändert werden.

Via Flickr, by Victoriafee

cat prank glasses_victoriafeeSo könnte sich Facebook entscheiden, dass Oculus mehr Katzencontent braucht.

Dieses Fairness-Problem zwischen großen und kleinem Kapital versucht nun eine neue Crowdfunding-Plattform zu adressieren. Bei “Fig” handelt es sich um ein Projekt des ehemaligen Geschäftsleiters von Double Fine, Justin Bailey. Der hat auch gleiche einige andere bekannte Namen in’s Boot geholt: Tim Schafer, Feargus Urquhart und Brian Fargo bringen die Erfahrungen aus ihren jeweiligen, sehr erfolgreichen Kickstarter-Kampagnen mit. Bei Fig geht es einerseits darum, eine Plattform speziell zum Crowdfunding für Videospiele zu erstellen, andererseits soll aber jede*r Ünterstützer*in die Möglichkeit haben, eine “Investition” zu leisten. Dadurch soll jede*r Backer*in auch am späteren finanziellen Erfolg des Spiels teilhaben können. Bisher geht das nur für zertifizierte Investoren mit jeder Menge Kohle in der Hinterhand, man arbeite aber daran, so Bailey, dass jede*r Mensch eine Investition leisten und später ausbezahlt werden könne.

Somit könnte Fig also zu mehr Innovation durch besseres und gezielteres Crowdfunding von Videospielen führen – die Projekte werden vor ihrer Freischaltung streng kuratiert -, gleichzeitig aber auch das inhärente Fairnessproblem im Crowdfunding mildern. Vor allem dann, wenn wie bei Ritual of the Night oder Shenmue III, die Kampagnen weniger als Realisierungsprojekt, sondern vielmehr als Machbarkeitsstudie seitens der AAA-Publisher verstanden werden. Denn damit kommen wir wieder zum Investoren-Problem, das ich oben beschrieben habe. Kickstarter ist somit zu einem weiteren Spielball der Industrie-Magnaten (EA, Sony, Mircosoft, Ubisoft etc.) verkommen.

Fokusgruppe Kickstarter

(Kurzer Exkurs am Rande: Die Tatsache, dass große AAA-Firmen Kickstarter-Projekte unterstützen, um ihre Investitionen abzusichern, lässt in mir die Frage aufkommen, wozu die AAA-Publisher dann noch diese verdammten Fokusgruppen-Tests machen? So könnte Sony beispielsweise genauso gut einen Fokusgruppentest durchführen lassen, bei dem bestimmt herauskommen würde, dass Shenmue unbedingt einen amerikanischen, weißen, heterosexuellen Helden mit tiefer Stimme und Militärvergangenheit braucht, um Erfolg zu haben. Anders gesagt: Wenn von Fokusgruppen auf Kickstarer umgeschwenkt wird, was sagt das über die Effektivität von Fokusgruppen-Test? Und vor allem: Was sagt das über die Entscheidungsfindungsstrukturen bei Sony?)

Ist Fig also die Lösung der Fairness-Probleme? Nein, sicher nicht. Aber es ist ein wichtiger Versuch, dieses Ungleichgewicht zu adressieren und in eine konkrete Plattform umzuwandeln. Egal ob Fig Erfolg hat oder nicht, es zeigt, welche massiven Schwierigkeiten beim Crowdfunding gerade herrschen. Und deshalb ist die Entstehung dieser Plattform wichtig.

Featured Image by Walde

Am Abgrund Links – Mal wieder Trolle, Nazi-Sommer-Camps und Griechenland

30 Wochen sind im Jahr 2015 schon vergangen, die Hälfte des Jahres ist rum, der Sommer hat begonnen. Weil wir gehört haben, dass Menschen im Sommer normalerweise raus gehen und so Sachen machen wie “in den Park legen”, “grillen” oder “die Sonne genießen”, versuchen wir euch mit unseren Links aktuell zu informieren. Es muss ja jemand zuhause bleiben und Nachrichten lesen. Hier nun die Dinge, die wir wichtig fanden und mit euch teilen wollen.

ANNI:

  • Innuendo Studios hat sich hingesetzt und eine Reihe von Youtube-Videos über Trolle und  Internet Harassment gemacht. Auch wenn er Anita Sarkeesian als Ausgangspunkt nimmt, bespricht er viele allgemeine Probleme des Internets. Absolut sehenswert, vor allem für Leute, die sich noch nicht so gut mit dem Thema auskennen. Hier gibt’s das erste Video.
  • Zurzeit hat man* das Gefühl, dass man den Minions nicht entkommen kann. Sie laufen im Kino, liegen ganz vorne bei den DVDs (in Form von Ich, einfach unverbesserlich) und jede Woche hat ein anderer Supermarkt ein Minionsspecial. Doch auch wenn sie klein, süß und tolpatschig sind – sie haben ein Problem: zunächst geschlechtlos erscheinend, sind sie dies eben nicht. Ihnen fehlt nicht das soziale Geschlecht, vielmehr sind sie männlich. Damit stehen sie exemplarisch für unsere Gesellschaft und insbesonders für die schlechte Repräsentation von Frauen in Film und Fernsehen.
  • Vergewaltigungen im Rahmen der universitären Ausbildung ist in vielen Ländern ein Problem. Seit einigen Monaten ist das Thema auch in den USA wieder präsent (auch wenn es das immer sein sollte, denn wirklich besser werden tut es nicht). Jetzt hat eine neue Studie gezeigt, dass die Mehrheit der Vergewaltiger am College Serientäter sind, im Schnitt vergewaltigen sie sechsmal. Schrecklich ist gar kein Ausdruck für diese Befunde, welche zeigen, dass endlich etwas passieren muss!
  • Triggerwarnung (Explizite Beschreibungen zu Krankenhausaufenthalt bei Fehlgeburten): Zu dem traurigen Thema Fehlgeburt hat Susi diesen eindringlichen Artikel geschrieben, der schon zu Beginn deutlich macht, dass die Probleme nicht erst beim Totschweigen der Sache beginnen, sondern bereits beim Namen.

JOHANNES

  • In letzter Zeit wird sich viel Gedanken gemacht über die Wut-Kultur im Netz (siehe auch Annis Link oben). Nerdcore hat dazu einen ziemlich langen (und von vielen Seiten kritisierten) Artikel veröffentlicht. Was auffällt: Vielfach sind es Subkulturen, allen voran die sehr breite “Geek-Kultur” (oder eher “Kulturen”), in denen viel gewütet wird. Autor Damien Walter hat sich gefragt, warum sich gerade die Fans von Fantasy, Sci-Fi, Comics und derlei fantastischen Sachen mit Kritik so schwer tun.
  • In eine ähnliche Kerbe schlägt die Süddeutsche Zeitung mit ihrem Artikel zum neulich erfolgten “Shitstorm” gegen Dieter Nuhr. Die Autorin macht darauf aufmerksam, dass es bei solchen Ausbrüchen im Internet auch immer um Machtverhältnisse geht und letztlich ein “Shitstorm” nicht als Feigenblatt gebraucht werden sollte, um aus sich selbst ein Opfer zu machen. Im selben Artikel wird auch auf die Kündigung von Ellen Pao als Reddit-Chefin eingegangen, die in einem Text für die Washington Post dazu aufruft: Lasst die Trolle nicht gewinnen!
  • Und dann war da noch diese Griechenlandkrise, wer erinnert sich noch? Auch hierzu hat die Süddeutsche zwei interessante Sachen veröffentlicht: Einmal ein Essay von Jeffrey Sachs, seines Zeichen langjähriger Entwicklungspolitiker, der sich für eine Entschuldung von sogenannten Entwicklungsländern einsetzt. Und nebenbei die Schuldenpolitik der Geberländer mitunter als “absolut dumm” bezeichnet.
    Gleichzeitig hat sich das SZ-Team hingesetzt und eine Infografik gebastelt, welche die Gleichförmigkeit der Talkgäste in den diversen Rederunden im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zeigt. Auch mir ist aufgefallen, dass da meist immer nur die gleichen Nasen sitzen. Ist das Faulheit der Redaktionen? Gibt es sonst kaum Menschen, die etwas zu Griechenland zu sagen haben?
  • Ich frage mich ja immer, wie diese erfolgreichen Start-Up-Menschen und Weltenbummler das geschafft haben. Haben die Glück? Sind die genial? Einfach besser organisiert und disziplinierter als ich? Eine Studie hat jetzt herausgefunden: Nö, meistens haben die Leute einfach ein sicheres finanzielles Polster. Gut zu wissen, das war bisher auch immer so ein bisschen meine Vermutung. Ein Grund mehr, ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle einzuführen.

MAX

Featured Image by Matthias Ripp

Am Abgrund Links – Kein Cent für Sony und trotzdem japanische Musik

27 Wochen sind im Jahr 2015 schon vergangen, die Hälfte des Jahres ist rum, der Sommer hat begonnen. Weil wir gehört haben, dass Menschen im Sommer normalerweise raus gehen und so Sachen machen wie “in den Park legen”, “grillen” oder “die Sonne genießen”, versuchen wir euch mit unseren Links aktuell zu informieren. Es muss ja jemand zuhause bleiben und Nachrichten lesen. Hier nun die Dinge, die wir wichtig fanden und mit euch teilen wollen.

JOHANNES

  • Wir haben uns in den letzten Podcasts bereits ausführlich mit der Schwierigkeit von AAA-Kickstarter-Projekten beschäftigt. Besonders die Ankündigung des Kickstarter-Projektes Shenmue 3 auf der Sony-E3-Pressekonferenz hatte nicht nur für uns einen bitteren Beigeschmack. Deshalb bemüht sich Projektleiter Yu Suzuki auch um eine Beschwichtigung der Gemüter und versichert, dass Sony “keinen Cent” des Kickstartergeldes sehen werde. Was aber wiederum nicht den Umstand wett macht, dass ein Riesenkonzern wie Sony versuchen wird, einen Haufen Kohle mit einem Crowdfunding-Titel zu machen, den sie durchaus auch selbst hätten entwickeln können.
    In diesem Sinn lohnt es sich auch diesen längeren Artikel von Ars Technica zu lesen. Denn trotz des manchmal eher fragwürdigen Umgangs mit Kickstarter und den Schwierigkeiten mancher Projekte, doch noch zur Umsetzung zu gelangen, bleibt Crowdfunding eine sehr spannende Entwicklung für unabhängige Küstler*innen und Unternehmer*innen.
  • Die Nachwehen der E3 ebben langsam ab und nachdem vielen der (durch Übermüdung hervorgerufene) rote Schleier von den Augen abfällt, bleibt auch nach dieser großen Messe wieder Ernüchterung. So liefern die Damen und Herren von Superlevel die E3-übliche Beschwerde, dass es kaum neue Titel in Los Angeles zu sehen gab, sondern hauptsächlich Fortsetzungen. Recht haben sie, aber das wird leider bereits seit zwanzig Jahren bemängelt. Trotzdem mindert das nicht die berechtigte Kritik. Vielleicht ist jedoch die E3 der falsche Ort, um wirkliche Innovation von den AAA-Monstern zu erwarten.
    Was wir jedoch gesehen haben, sind jede Menge Aufforderungen, schon jetzt Spiele vorzubestellen, von denen wir allerhöchstens Szenen aus einer Alpha-Version gesehen haben. Dabei ist das PC-Umsetzungsdebakel des letzten Batman-Teils nochmals ein wunderbarer Beweis für den Preorder-Irrsinn. Es kann nicht oft genug gesagt werden.
  • Ah, Cyberpunk. Vielleicht könnte mensch attestieren, dass dies die letzte große Innovation in der Science-Fiction war. Wer in die 90er-Jahre und ihre Vorstellung vom Internet abtauchen will, der lasse sich von dieser umfangreichen Liste an Cyberpunk-Literatur inspirieren.
  • Bereits vor zwei Wochen hatte ich einen Text von Katherine Cross verlinkt, der auf die Problematik fehlender Diversität besonders in Fantasy-Werken (hier am Beispiel von The Witcher 3) hinwies. Die Diskussion geht weiter und in einem Artikel für Boing Boing demontiert Sidney Fussel die meist vom eigenen Privileg verblendeten Argumente vieler Diversitäts-Gegner.

MAX

Featured Image by Fulvio Spada

Mehr Spieler – Kickstarter für Fortgeschrittene

Sein wir ganz ehrlich und bescheiden. Unsere Konami-Folge war der bisher wohl beste 2-Mann-Mehr-Spieler. Informativ, fast lustig und am Ende sind Johannes und ich zu Schlüssen gekommen, die wir selbst vorher nicht gesehen haben. Das kann natürlich nicht jede Woche so sein. Oder etwa doch? Wir haben Kickstarter mal wieder hart rangenommen und siehe da: hinter den jüngsten Erfolgsgeschichten tut sich eine interessante Debatte um einen Umweg für AAA-Spiele auf und wie sich Kickstarter entwickeln könnte, sollte oder hoffentlich nicht wird.

Featured Image via Kickstarter.com

Am Abgrund Links – Final Fantasy, Fan-Filme und Feminst Easter Eggs

Der Hyperlink ist einer der revolutionärsten Erfindungen der modernen Menschheit. Zeit also, ihn im Rahmen unserer Möglichkeit zu würdigen. Unsere Sammlung der interessantesten Hyperlinks dieser Woche, verlinkt als Link. Hyper, Hyper!

ANNI

  • Ha, ich poste auch mal was zu Spielen! Portal 1 und haben mich damals total begeistert und daher hat mir diese feministische Analyse (ja, so kann man* das schon fast nennen) gestern den Tag versüßt.
  • Reaktionäre – was an denen nervt hat der Spiegel sehr schön und pointiert auf den Punkt gebracht.
  • Kinderbereuung ist auch deshalb ein so großes Streitthema, weil wir einen Mutterkult haben – nicht erst seit den Nazis. Wo der herkommt und wie er aussieht kann man* hier nachlesen. Vielleicht nicht neu, aber dafür immer noch aktuell.

JOHANNES

  • Als großer Fan von Civilization und Konsorten möchte ich den Interessierten unter euch diese ausführliche Reportage von Gamasutra über die Entstehung des ersten Civilization empfehlen. Nehmt euch ein bisschen Zeit und ich wette, am Ende juckt es euch genau wie mir in den Fingern, mal wieder stundenlang ein Reich aufzubauen.
  • Fan-Filme, vor allem im Fantasy-Bereich, haben aufgrund niedrigen Budgets, Laiendarstellern und schlechter CGI oft einen gewissen Fremdschämfaktor. Moderne Digital-Kameras, Selbstverlag über das Internet und nicht zuletzt Finanzierungsmöglichkeiten wie Kickstartet lassen mittlerweile Indie-Regisseure Filme drehen, die nicht mehr ganz so “billig” wirken. Sind Fan-Filme also die große Hoffnung für Nischengenres wie den Fantasy-Film?
  • Gestern war Weltfrauentag, deshalb hier eine kleine kurze Aufzählung von wichtigen Frauen in der Physik.

MAX

  • Hype… blah, blah. Unrealistische Vorstellung… blah… warum nur männliche Charaktere… blah… hate… Es sieht super aus und Genaueres werde ich noch schreiben… Ich möchte es einfach mögen und entgegen mancher Grafik-Fetischisten, die da ein zwei Pixel weniger als zuvor sehen freue ich mich mit jedem neuen Video mehr.
  • Und anlässlich zum gestrigen Weltfrauentag ein Kommentar, den ich höchst hoffnungsvoll und optimistisch geschrieben finde. “Not all men” muss kein Totschlagargument sein. Nur anstatt zu jammern und in Abwehrhaltung zu gehen, muss jeder etwas für eine gleichberechtigte Gesellschaft tun. Und das geht in einer Gesellschaft nun einmal IMMER über die eigene Nase hinaus.
  • In diesem Zusammenhang auch gleich ein wenig Werbung für einen meiner Lieblingsautoren. Michael Chabon hat 2009 mit “Manhood for Amateurs” Erfahrungen seines Kind-, Mann- und Vaterseins in Essays verarbeitet. Mehr oder minder passend dazu hat seine Frau Ayelet Waldman “Bad Mother” veröffentlicht, welches das Bild der Mutter und des Selbstverständnisses dieser Rolle behandelt. Mein Tipp: Wenn ihr nur ein Buch lesen wollt, dann lest dasjenige über das andere Geschlecht. Da gibt es bestimmt noch mehr zu erfahren. Als Gedankenanstoß taugen diese kurzweiligen Bücher allemal.

Featured image by Rennet Stowe

Mehr Fucking Spieler, son!

Johannes und ich “streiten” gerne zivilisiert darüber, ob und inwiefern Kickstarter, Patreon und Co. eine gute Sache sind. In der Theorie kann eine großteils freie Veröffentlichungsplattform viel Kreativität hervorbringen. Es gibt jedoch auch kreative Wege, um Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen. Kaum ein größeres Gesicht der Gamesbranche setzt sich derartig intensiv mit Kickstarter-Spielen auseinander wie Jim Sterling. Er sieht sich und jeden weiteren Gamer aller Geschlechter mit Gewissen in der Pflicht, abgrundtiefschlechte sowie aber auch positive Spiele zu vermerken.

Zensur und Gatekeeping mögen manche schreien, doch das ist ein idealistisches Argument, das mit der praktischen Relaität nicht vereinbar ist. Es gibt immer Gatekeeper. Natürlich könntet ihr selbst der Gatekeeper für alles sein, doch sehr wahrscheinlich informiert ihr euch auch sonst über Produkte, da ihr weder Zeit noch Geld habt, um alles auszuprobieren. Im Rahmen einiger Exzesse während der #Gamergate-Debatte wurde neben viel Sexismus auch wieder das undurchsichtige Techtelmechtel zwischen Publishern und Kritikern, womit die “professionellen Gatekeeper” als Lügner und Betrüger dastehen.

Via Flickr By Charles

doritos

Wer sich mit Videospielen auskennt, denkt beim Namen Geoff Keighley zwangsweise auch an Mountain Dew und Doritos. Die wecken den Tiger in dir… oder so.

Jim Fucking Sterling, son

Auch Jim Sterling durfte sich erneut Vorwürfe gefallen lassen. Bevor nun einige meinen, dass wir Jim Sterling restlos in Schutz nehmen, muss ich gleich Wind aus diesen Segeln nehmen. Wir wissen nicht mit absoluter Wahrscheinlichkeit, dass er nie etwas dergleichen getan hat, aber ja, wir glauben ihm. Nicht umsonst gab es bei Destructoid immer wieder Querelen, wenn Jim Sterling ansonsten gepriesene Titel wie “Assassin’s Creed II” und auch das zumindest durchgehend als solide betrachtete “Batman: Arkham Origins” für ihre Einfallslosigkeit und ihren Rückschritt als Fortsetzung förmlich in der Luft zerriss.

Es kommen einem bei vielen Reviewern und Review-Seiten der Gedanke, dass da etwas mit dem Bewertungssystem nicht stimmt. Ich würde dafür meistens unreflektiertes Verhalten und amateurhaft besetzte Redaktionen verantwortlich machen, aber die Verschwörungstheorie um das große Geschäft mit den gekauften Kritiken verkauft sich wohl einfach besser. Jim Sterling hatte diese Anschuldigungen satt und hat über Patreon dazu aufgerufen, ähnlich wie zum Beispiel Krautreporter, eine unabhängige Plattform zu betreiben, die dann jedoch per Abo von den Backern bezahlt werden muss.

Nach jetzigem Stand bekommt Jim Sterling von knapp 3.000 Menschen circa 10.000 US Dollar im Monat. Das ist natürlich nicht die Welt , doch das muss sie für einen Menschen auch nicht sein. Und jeder darf daran teilhaben. Bisher hält Sterling Wort und in den vergangenen Tagen gab es 18 Einträge. Dabei gibt es keine Last, welches Spiel Sterling rezensieren soll. Kein Publisher, der auf Werbung und Vorberichte, egal wie neutral gehalten, pocht. Es ist einfach nur Jim Sterling. Es geht einfach nur um Videospiele und was dieser Mann darüber denkt.

Via Flickr By dragaroo

adam sessler

Wenn ihr nicht wisst, dass das hier nicht Jim Sterling ist, dann habt ihr Nachholbedarf

Jeder hat seinen Preis

In einer Zeit von AdBlockern und Rezessionen im professionellen Journalismus sind Abonnements vielleicht nicht die Zukunft, aber scheinen zumindest eine gute Übergangsstufe zu sein. Darüber haben wir uns erst kürzlich in unserem gänzlich kostenfreien (Stand jetzt, hehehe!) Podcast unterhalten. Ich persönlich bin froh, wenn Menschen wie Jim Sterling ihre Plattform bekommen und es hat mich in der jüngeren Vergangenheit traurig gemacht, dass die Querköpfe selbst in einem so jungen Journalismus-Zweig immer wieder das Leben schwer gemacht bekommen.

Sobald jemand Werbung benötigt, gilt er als gekauft und jegliche Wertungen und Aussagen werden mit leerem Gefasel gleichgesetzt. Ich heule immer noch Adam Sessler nach, der jetzt mehr in der Öffentlichkeitsarbeit ist und leider keine journalistischen Impulse mehr setzt. Jim Sterling hat für mich nicht die soziale und diplomatische Kompetenz, um wie Sessler eine tatsächliche Gemeinde zu gründen. Einen echten Zusammenhalt innerhalb der Gamesjournalisten suchen wir nämlich vergebens. Das ist allerdings eine weitreichende Krankheit im Journalismus, der immer erst zu spät Tribut gezollt wird, wenn die großen und kleinen Katastrophen bereits geschehen sind.

Und trotzdem ist es wichtig, dass mit Jim Sterling der wohl bislang größte und vielleicht auch glaubwürdigste Name über Patreon (zumindest zeitweise) selbstständig geworden ist. Sterling setzt kein Zeichen, doch er zeigt besonders uns Lesern auf, dass wir gewillt sind kleinere Beträge über sach- und fachkundige Meinungen zu unseren Hobbies zu zahlen. Auch im Internet ist dies der Fall. Es ist ein transparentes System und das ist dieser Tage sehr viel wert. Und wenn ihr nicht glücklich damit seid, dann bitte immer her mit euren Ideen, denn auch wir suchen nach einheitlicheren Lösungen.

Bis dahin bleibt uns allerdings einfach nur der höchsten Instanz an welche wir glauben zu danken. Und zwar für Menschen wie Jim Fucking Sterling, son.


Die Geschichte hinter Jims neuem Nickname “Jim Fucking Sterling son”

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