Tag: Gamescom

Am Abgrund Links – Komplimente und vergangene Zukünfte

Was, schon wieder sieben Tage vorbei? Wo rennt die Zeit denn schon wieder hin? Und was ist eigentlich passiert? Von Gamescom-Zombies zu den nicht ganz so wichtigen Dingen wie Politik & Co.: Der DGDWZ-Wocherückblick ist da. Fast so gut wie John Oliver… aber nur fast.

JOHANNES:

  • Starten wir mit leichter Kost: Science-Fiction-Filme sind großartig. Auch nach zwanzig oder dreißig Jahren, allerdings auf eine andere Art. Dann nämlich, wenn wir heute sehen, wie sich Autor*innen der Vergangenheit unseren (Nicht-)Alltag vorgestellt haben. Oder anders ausgedrückt kulminiert dies alles in der Frage: Wo ist mein verdammtes Hoverboard? In Text und Video hat Ars Technica eine kleine Zusammenstellung dieser versemmelten Zukünfte veröffentlicht.
  • Ah, Autor*in für Videospiele zu sein ist wahrscheinlich der beste Job der Welt. Ein bisschen nüchterner sehen das dann die tatsächlichen Autor*innen, wie ein Vortrag dreier Schreiber*innen für die Writers Guild of America zeigt. Ein großes Problem: Da Spiele (und ihre Charaktere) immer eine Gemeinschaftsproduktion sind, hat jede*r Angestellte*r eine eigene Vorstellung von den Charakteren. Und natürlich haben oft genug Spielspaßbedenken den Vorrang vor Story und narrativer Logik. Zusätzlich habe ich momentan ein schlechtes Gewissen: Da ich weiß, wieviel Mühe es sein kann, abwechslungsreiche und sogar lustige Geschichten für ein Spiel zu schreiben (wegen dieses einen Spiels da…), fühle ich mich immer schlecht, wenn ich beispielsweise in Torchlight II die Questtexte als ärgerliche Flow-Stopper während des Looten & Levelns wegklicke. Ich gelobe Besserung!
  • Auch die Damen und Herren von Superlevel waren auf der Gamescom und fanden es: langweilig. Nun war der Autor des Textes bereits etwas voreingenommen, was die Einschätzung zumindest etwas erklärt, aber überraschend ist diese negative Sicht kaum. Auch wir sind ja ein bisschen skeptisch, was die Gamescom angeht. Immerhin findet das Kontrastprogramm zur Riesenmesse, in Form von Veranstaltungen wie des Not-Games-Festivals Erwähnung. Ich glaube, dort würde ich mich auch wohler fühlen. Bessere Luft ist da eh.
  • Auch nach Gamergate und einer sichtlich verbesserten Haltung zum Thema (Gender-)Diversität in Videospielen: Das Paradies ist noch weit entfernt. Wie sehr und offensichtlich Videospiele noch immer eine “Jungs-Sache” sind, zeigt dieser wunderbare Text von Juliet Khan. Im Gespräch mit ihrer siebzehnjährigen Schwester ergründet die Autorin, warum Mädchen nicht Videospielen entwachsen, sondern umgekehrt: Warum Videospiele irgendwann aufhören, Frauen als Zielgruppe zu begreifen. Für die Kahn-Schwestern hat dies in erster Linie drei Gründe: Disqualifizierung von bestimmten Videospielen wie Sims, Angry Birds oder Nintendogs als “Casual” und somit nicht als “richtige” Videospiele, Marginalisierung von Videospielerinnen sowie schließlich ein Marketing, dass sich durch Sexualisierung und Militarisierung an eine männliche Zielgruppe wendet. Sehr lesenswerter Artikel, vor allem für Hardcore-Gamer-Dudebro-“Jungs”.

MAX:

  • Ich wollte wirklich nur ganz kurz reinschauen und plötzlich saß ich fast die komplette halbe Stunde vorm PC. Die Gamescom Demo zu “Metal Gear Solid V” hat mich umgehauen. Das Spiel sieht unglaublich vielfältig aus. Vom Missionsdesign zur Entwicklung der eigenen Truppen bis hin zu den Online Modi sieht einfach alles richtig gut aus. Und in der jetzigen Situation darf man fast davon ausgehen, dass es der vorerst letzte, interessante Konami-Titel wird.
  • Randrubrik in der Süddeutschen: Männer sollen sich nicht mehr trauen Komplimente zu machen. Das gleiche Phänomen beobachte ich zwar auch, aber lustigerweise fast nur bei den Herren, die sich gar nicht so blöd dabei dran stellen würden. Klar, ist es in der Öffentlichkeit in der Regel besser die Leute in Ruhe zu lassen, wobei auch weibliche Freunde von mir schon auf jemanden zugegangen sind und gesagt haben: “Ich muss dir einfach gerade sagen wie schön du bist!” Kann man durchaus mal machen. Wir Männer können unseren Charme auch einsetzen, ohne den Nachsatz “Wie wär’s mit bumsen, Schätzeken?” einzubauen. Und solch einen Satz muss man nicht aussprechen. Das geht auch ganz leicht über Körpersprache. Aber unter Freunden und Kollegen sollte es sozial kompetenten Menschen möglich sein Komplimente auszusprechen. Ernst gemeintes Lob tut dem Selbstvertrauen gut.

Featured Image by Tabako the Jaguar

Am Abgrund Links – Windows-10-Spioniererei, Bisexualität und Frank Turner

32 Wochen sind im Jahr 2015 schon vergangen, mehr als die Hälfte des Jahres ist rum, der Sommer hat begonnen. Weil wir gehört haben, dass Menschen im Sommer normalerweise raus gehen und so Sachen machen wie “in den Park legen”, “grillen” oder “die Sonne genießen”, versuchen wir euch mit unseren Links aktuell zu informieren. Es muss ja jemand zuhause bleiben und Nachrichten lesen. Hier nun die Dinge, die wir wichtig fanden und mit euch teilen wollen.

ANNI

JOHANNES

  • Anlässlich der startenden Gamescom blickt die Süddeutsche Zeitung in einem kurzen Artikel auf die Videospielindustrie in Deutschland und ihr Publikum. Geradezu angenehm liest sich die Feststellung, Videospiele seien “im Alltag angekommen […], sie prägen die Gesellschaft, ähnlich wie es Fernsehen und Zeitungen tun” und sie heute “selbstverständlich zum Aufwachsen” dazugehören. Für etwas Verwirrung wirkt allerdings die Einschätzung, dass Smartphones die wichtigste Plattform seien. Aber lest es doch einfach selbst!
  • Anni ist seit neuestem ziemlich von Windows 10 überzeugt, ich warte da lieber noch mit den Upgrade. Denn dass Microsoft die Installation kostenlos für Besitzer von Windows 7 und 9 anbietet hat auch einen Grund: Windows 10 telefoniert ziemlich viel nach Hause, mehr als der einen oder dem anderen vielleicht lieb ist. Deshalb hat Rock, Paper, Shotgun auch in einem Leitfaden beschrieben, was ihr bei der Installation beachten solltet, und welche Einstellungsmöglichkeiten ihr auch danach habt.

MAX

  • Kommen wir erst zu den ordentlichen Punkten. Podcasts machen so manch einsame Heimfahrt besser und sorgen in einsameren vier Wänden immer wieder für gute Unterhaltung. Ich habe mir inzwischen ein gutes Fundament zusammengestellt, um bei Bedarf immer ein wenig Material zu haben. Wer nicht vor englischsprachigen Inhalten zurückschreckt UND Doctor Who-Fan ist, der kann sich diese Woche auf die Schulter klopfen. Bei International Waters mit Dave Holmes auf maximumfun.org wird u.a. gefragt, ob es sich bei diversen Namen um Beauty Produkte oder Geschöpfe aus der britischen Erfolgsserie handelt. Ansonsten ist es die wahrscheinliche versauteste Folge bisher… und das ist vielen auch schon was wert.
  • Klar könnte noch etwas über die NPD geschrieben werden. Aber Trier hat zumindest zahlenmäßig bewiesen, dass es eine entschlossene Mehrheit für Offenheit gibt. Wirklich “schön” ist es schließlich nicht, dass Trier deswegen mal wieder im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen “durfte”. Zumindest wurde Engagement gezeigt. Um sich jetzt aber auch wieder für den Alltag ausschütteln zu können, gibt es eine wenig Romantik zum Wochenauftakt. Frank Turners neues Album steht vor der Tür (Release: 07.08.2015) und ein wenig heimlich wurde das Lied “Mittens” als Lyric-Video veröffentlicht. Wenig überraschend handelt es sich um eine weitere Stadionhymne. Diesmal allerdings mit viel jugendlichem Herzschmerz. Da werden sich nicht nur Nicholas Sparks Leser wiedererkennen.

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Mehr-Spieler-Podcast – Die Gamescom

Ah, sie steht wieder vor der Tür: Die Gamescom. Und vor den Türen der Gamescom stehen wieder: Die Spielerinnen und Spieler, die in Massen an diesem Event teilnehmen wollen. Denn seien wir ehrlich, die Messe ist in erster Linie eine Publikumsmesse, bei der die großen Publisher und Entwickler Videos zeigen sowie diverse Goodies unter das Spieler*innenvolk jubeln werden. Was ist der Mehrwert einer solchen Veranstaltung? Können wir so kurz nach der E3 noch Neuigkeiten erwarten? Und was könnte man an der Gamescom ändern, um sie interessanter und vor allem: relevanter zu gestalten? Max und Johannes versuchen diese Fragen in einer neuen Ausgabe des legendär informativen Mehr-Spieler-Podcasts zu klären.

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Am Abgrund Links – Künstlerische Freiheit, Flüchtlingsverdrängung und Polit-Stars

31 Wochen sind im Jahr 2015 schon vergangen, die Hälfte des Jahres ist rum, der Sommer hat begonnen. Weil wir gehört haben, dass Menschen im Sommer normalerweise raus gehen und so Sachen machen wie “in den Park legen”, “grillen” oder “die Sonne genießen”, versuchen wir euch mit unseren Links aktuell zu informieren. Es muss ja jemand zuhause bleiben und Nachrichten lesen. Hier nun die Dinge, die wir wichtig fanden und mit euch teilen wollen.

ANNI

  • Gregor Gysi war und ist eine der wichtigsten Figuren der Linkspartei. Jetzt hat er ein weiteres Mal seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. In Reaktion auf seinen Rückzug widmete ihm der Freitag einen Artikel, der zeigt warum der Politiker wahre Größe bewiesen hat.
  • Eine beeindruckende Sammlung von Erfahrungsberichten lieferte letzte Woche die Aljazeera. Aus der Perspektive von Prostuierten, Freiern und Zuhältern offenbahrt sich die Schrecklichkeit dieses Gewerbes. Daher Triggerwarnung!
  • Franz Josef Strauß ist ohne Zweifel eine der populärsten Figuren konservativer Politik. In diesem Sinne überrascht seine reaktionäre Haltung zu staatlicher Gewalt nicht, die sich in dieser Zitatesammlung widerspiegelt.

JOHANNES

  • Wir brauchen mehr Rollenspiel in unserem Leben. Deswegen schaue ich bisweilen Menschen gerne beim Spielen von Pen&Paper-RPGs zu, nicht nur, weil es lustig ist, sondern um mir vielleicht ein paar Tricks als Spielleiter abzuschauen. Wenn es euch genauso geht oder ihr am Hobby interessiert seit, schaut mal bei dieser kleinen Webserie vorbei.
  • Seit langem störe ich mich an der Behauptung “Der Kunde ist König”. Dem halte ich immer ein “Der Kunde ist auch nur ein Mensch” entgegen und meine oft genug “Der Kunde hat keine Ahnung”. Vor allem in der Spieleindustrie herrscht da ein ziemliches Paradox: Zum einen wird behauptet, sich rein an Kundeninteressen zu orientieren (“We love games! And we love gamers!”), zum anderen sehen wir anhand von Micro-Transactions, Day-One-Patches und Always-On-Debakeln, wie sehr wir als Kund*innen eigentlich verarscht werden. Deswegen ist eine Stimme wie die des Indie-Entwicklers Rami Ismail, vom Vlambeer-Team, auch so erfrischend: Zwar müsse mensch als Entwickler*in seine Fans pflegen, aber auch klare Grenzen ziehen.
  • René Walter vom Nerdcore-Blog geht drei Monate auf Pause (mehr oder weniger), hat zuvor aber noch einen längeren, reichlich kulturpessimistischen Text veröffentlicht. Der alleine ist schon ganz interessant, auch wenn ich weder seinen Optimismus, noch seinen Kulturpessimismus teilen kann. Das Highlight des Textes sind die vier Zukunftsprognosen über den Online-Journalismus, die der Dutch Journalism Fund entworfen hat. Es sind interessante Szenarien und während ich auf Nr. 1 und 3 hoffe, befürchte ich, dass Nr. 2 eintreten wird.

MAX

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Mehr Spieler – Gamescom- und Sarkeesian-Reloaded

Nachdem sie schon längst hätte vorgestellt werden sollen, haben wir endlich unsere Robin vors Mikro bekommen. Und was bietet sich zum gegenseitigen Kennenlernen besser an, als über die Sarkeesian-Drohschreiben zu diskutieren und sich auszutauschen. Wir hatten dabei, man glaubt es kaum, letztlich doch eine Menge Spaß, auch wenn das Thema an und für sich wirklich nur für ungläubiges Gelächter sorgen kann.

Damit es allerdings nicht zu bunt wird, haben wir uns auch mit kontroversen Themen wie der Gamescom 2014 auseinandergesetzt. Auf dieser war Robin dieses Jahr nämlich als PRESSE eingeladen. Die feine Dame gibt uns dementsprechend einen Blick hinter die verschwitzten (Hallo, RTL!) Messehallen und schwärmt unter anderem von Swing Swing Submarines anstehendem Titel “Seasons After Fall”. Wer also immer noch nach Infos zur diesjährigen Gaescom Ausschau hält, ist hier genau richtig. Und selbst da fallen uns genug Gründe ein, warum auch in diesem Zusammenhang die Namen Sarkeesian und Quinn nicht ungenannt bleiben dürfen.

Via swingswingubmarine.com by Swing Swing Submarine

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Awwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwe~

Squenix auf der E3 – a Guide to Games Journalism

Mit ein wenig Verspätung kommt er doch noch. Ein Mini-Mehr-Spieler zur E3. Letztes Jahr haben wir uns noch über Stunden hinweg über die größte Games-Messe der Welt ausgelassen, doch das war nicht nur für uns eine Anstrengung. Wer sich wirklich für das Großereignis in L.A. interessiert, der weiß um die nackten Zahlen und nach drei Stunden kann auch eine kontroverse Meinung aus dem J-M-W-Dreieck nicht mehr für stürmische Begeisterung sorgen. Deswegen und, wir wollen schließlich ehrlich mit euch sein, aus Zeitgründen gibt es nur einen winzigen Einschub zur großen Messe. Ein Häppchen im Hinblick darauf, wie man den Sinn solcher Messen zu werten hat und mit welch grenzdebiler Egozentrik die amerikanische Games-Presse-Landschaft die E3 betrachtet.

Via Flickr by Doug Kline

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Jede Messe mit “Babes” kann sowieso nicht allzu ernst genommen werden… also jede!

Newsflash: die Welt ist keine Scheibe

Der Beobachtungsgegenstand der heutigen Kurzsichtigkeitsanalyse des Games-Journalismus ist Square Enix. Nicht im Allgemeinen, sondern im Besonderen auf die Titel “Kingdom Hearts 3” und natürlich “Final Fantasy XV” bezogen. Als 2013 auf der E3 im Rahmen der genaueren Ankündigungen zur “Next-Gen” die beiden Titel von Squenix vorgeführt worden, überschlugen sich die Games-Journalisten in ihren Lieblingsdisziplinen: Gerüchte ohne Quellen und fantasievolle Eigeninterpretation. Für “Final Fantasy XV” wurde von Seiten der Journalisten ganz schnell festgelegt, dass das Spiel bestimmt 2014 herauskäme und “Kingdom Hearts 3” könne spätestens 2015 auf dem Markt erscheinen. So weit, so gut.

Bestätigungen für solcherlei Gerüchte gab es von keiner Seite. Ganz im Gegenteil sagte Tetsuyo Nomura (Director von “Kingdom Hearts 3”), dass er befürchte das Spiel sei zu früh angekündigt worden. Zu “Final Fantasy XV” gab es zwar keinerlei Aussagen dieser Art, doch ein Releasedatum veröffentlichte Squenix ebenfalls nicht. Wahrscheinlich hatte es auch mit der erneuten ziellosen Fragerei der großen News-Seiten wie IGN und Gametrailers zu tun, dass Squenix für die diesjährige E3 die Notbremse zog. Kurz nachdem Gametrailers inmitten all ihrer Hype-Videos zur E3 ihr “Preview” zu einer Präsentation von “Final Fantasy XV” veröffentlichten, ein Preview zum Preview also?, gab Squenix bekannt weder “Final Fantasy XV” noch “Kingdom Hearts 3” auf der E3 zu präsentieren.

Seit Mitte Mai wird demnach spekuliert, ob das Spiel nicht vor dem Geschäftsjahr 2015/16 veröffentlicht wird. Und auch wenn natürlich gleich wieder auf Zeiträume spekuliert wird, ist zumindest nahezu jedem Hanswurst klar, dass das Spiel nicht vor der Fertigstellung steht. Squenix äußerte sich, dass man später im Jahr mehr präsentieren wolle, wobei viele gleich an die Gamescom denken, was bei einem Zeitfenster von 2 Monaten jedoch ähnlich unlogisch erscheint. Aber wie wir ja bereits wissen, denkt der Games-Journalist oft nicht weiter als bis zur eigenen Nasenspitze. Wenn wenigstens bis zur Nasenspitze des Entwicklers gedacht würde und man in erster Linie von der TGS (Tokyo Game Show) sprechen würde, könnte man solcherlei Gerüchte wenigstens noch nachvollziehen.

Das Morgen kann ich nicht verkaufen

Anstatt stinkig zu sein, dass Squenix die Frechheit hat die größte Messe mit neuen Trailern zu beglücken, sollte man auf Nebenschauplätze achten. Besonders wenn der Nebenschauplatz aller Voraussicht nach das zweit lukrativste Final Fantasy nach dem elften Teil der Serie werden könnte. “Final Fantasy XIV: A Realm Reborn” ist der große Gewinner diesen Jahres. Auch wenn “Thief” sich gut verkauft hat, ist es wertungstechnisch wie die anderen beiden größeren Releases “Lightning Returns: Final Fantasy XIII” und “Murdered: Soul Suspect” mehr oder minder durchgefallen. Das vor Jahren gescholtene MMORPG “Final Fantasy XIV” ist allerdings dem neuen Namen entsprechend tatsächlich von den Toten wieder auferstanden.

Die Wertungen sind besonders in Hinsicht auf den ursprünglichen Release traumhaft. Besonders die PC- und die PS4-Umsetzungen werden auf ganzer Linie gelobt. Dementsprechend klug ist es von Square Enix, dass sie sich darauf konzentriert haben auf der E3 nur ein Final Fantasy in den Mittelpunkt zu rücken. Es ist klar, dass man einige mit ausbleibenden News vergrault, doch nach dem Ärger müssen diese schauen, was es gibt. Und da ist “A Realm Reborn” mit dem nächsten großen Update, neuen Klassen und eben einem großen Trailer mit von der Partie. Es geht darum das Jetzt und Hier zu vermarkten und nicht Spiele in der fernen Zukunft. Wenn ich eine laufende Produktlinie verkaufen will, dann lasse ich sie nicht in ständiger und direkter Konkurrenz zu Nachfolgern laufen. Auch wenn “Final Fantasy XIV” ein MMO ist, trägt der Name Gewicht und Aufmerksamkeit.

Nach der E3 ist vor der E3

Zum Abschluss soll sich auch der Exklusivitätsschwachsinn vor Augen geführt werden. Natürlich ist eine Überraschung auf der E3 ganz nett. Besonders Entwickler wie EA sind auf vorher nicht angekündigte Titel angewiesen, die nicht eine Zahl im Titel enthalten. Aber die Zeit der großen Exklusivtrailershow ist vorbei. Immer mehr Developer und Publisher bringen ihre Trailer schon in den Tagen und Wochen vor der E3 in Umlauf, um sich für Gamer und die Industrie im Allgemeinen interessant zu machen. Lieber platziert man sich günstig als das Risiko einzugehen auf der großen Messe inmitten all der Ankündigungen unterzugehen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist “Phantom Dust”. Wie viele Spieler haben sich diesen Titel mitsamt des Trailers inmitten diesem Meer aus Bombasten merken können. Auf der E3 werden die meisten Titel zu einem von vielen. Es sind die Exklusivtitel von Hype-Mächte wie z.B. “No Man’s Sky”, “Uncharted 4: Thief’s End” und “Sunset Overdrive” die Beachtung erhalten. Die E3 ist ein konzentrierter Wasserstand und keine Neuankündigungsmaschinerie mehr. Wer sich auf solche festen Ereignisse versteift verliert im Ansehen der Öffentlichkeit viel eher, wie der PR-Schub der frühen PS4-Ankündigung letztes Jahr bewies. Aber wer erinnert sich in diesem Business denn noch an Vorgestern?

Gameshows und Releasedates

Podcasts! Eine Woche der Hörunterhaltung von Daran geht die Welt zugrunde, für euch.

Bevor Johannes zu den beiden Knallköpfen Max und Walde stoßen konnte (das Ergebnis habt ihr ja vor zwei Wochen gehört), haben sich die beiden ausführlichst über die vergangenen Gameshows (allen voran die E3, die Gamescom und die Tokyo Game Show) und die allgemeine Misere von Releasedates unterhalten. Gemeinsam schwelgen die zwei in ihren idyllischen Erinnerungen an einen Gamescom-Besuch 2011 und die wirklich einmalige Erfahrung minimalstklimatisierter Messehallen. Macht euch gefasst auf eine Reminiszens an Beavis und Butthead am Anfang und am Ende eine kleine, dadaistische Klanginstallation.

Via flickr by docice2
gamescom 2010
Ohne Survival Back-Pack geht eine Gamesmesse nicht!

Gamescom 2012: Erwartet erwartbar!

Wir sind Gamescom! Also… eigentlich waren wir Gamescom. Es wurde wieder geschwitzt, gelatscht, gezockt und die eigene Geduld unter Beweis gestellt. Da wird schon mal 6 Stunden angestanden, um ein erstes Spielgefühl von CoD:BlOps II (Call of Duty: Black Ops 2… die wahrscheinlich schönste Abkürzung seit es Counter-Strike gibt!)

Außerdem gab es wieder viele kostümierte Fans, Nerds und Schönheiten, die aus dem begehbaren Backofen in Köln zumindest einen Augenschmaus machen konnten.

Aber was gibt es eigentlich Neues? Assassins Creed III ist ein genau so alter Hut wie The Last of Us. Die Fans feiern es – verständlicherweise – trotzdem und freuen sich über erste Spiele-Sessions. Die Magie des Neuen und Unerwarteten auf einer Spielemesse sucht man auf der Gamescom allerdings großteils vergebens. Gemeinsam mit euch möchte ich die goldgelbe Straße des imaginären Messebesuchs gehen und hier und da nach den letzten Überbleibseln von Überraschungen und Faszination suchen. Schauen wir uns die – vermeintlichen – Schätze an, welche die Entwickler vor uns versteckt hielten.


Cosplayer: Ein Grund auf eine Spielemesse zu gehen! Gamebabes: Go f*** yourself Publishers! Danke das wir auf Sex und das männliche Geschlecht reduziert werden!

Die erste und größte Überraschung war die Neuankündigung aus der Spieleschmiede von Media Molecule. Bekannt ist das britische Studio in erster Linie für die Little-Big-Planet-Reihe (LBP), die als Kritikerliebling und Coregamerhassfeind jedem ein Begriff sein sollte. Schwammige Steuerung und viel Eingewöhnungszeit für einen sehr guten und umfangreichen Editor haben nicht wenige „übliche“ Spieler vertrieben. Bastler und Hobby-Editoren, sowie auch viele Casual-Zocker sind durch LBP jedoch zum Spielen gekommen. Zu süß waren und sind die Sackboys.

Das neue Spiel Tearaway, welches auf der Gamescom enthüllt wurde, verspricht allerdings ein viel umfangreicheres und für Sony interessanteres Unterfangen. Es geht um nicht weniger als die Rettung der PS Vita.

Der – ich nenne es mal – Inverted-Augmented-Title lässt den Spieler das Gefühl geben, dass er mit dem Protagonisten des Spiels und der Spielwelt interagiert. Ich könnte jetzt lange erklären, inwiefern der Spaß funktioniert, aber der Announcement-Trailer erklärt in bloßen Bildern wunderbar, wie scheinbar jedes vorher noch ungenutzte Gadget der Vita zum Einsatz kommt. Das wird wohl wieder nichts für ernsthaftere Gamer, aber es ist schön, dass ein Studio sich der Möglichkeiten der Vita annimmt und so schmackhaft präsentiert.

Der Vorfreudefaktor auf dieses Spiel ist auf jeden Fall riesig, weil es neue Dinge ausprobiert und ein etwas anderes Spieleerlebnis verspricht. Allein die Furcht vor zu mauem Gameplay (wie eben bei LBP) drosselt die Erwartungen ein klein wenig.


Ein Spiel für Indie-Kack-Hipster oder ein freundlicher Versuch die Möglichkeiten der Vita zu präsentieren?

Was – bisher, oh Gott habe ich Angst vor weiteren Szenen aus diesem Spiel – ebenfalls für Aufregung sorgte ist das Zukunfts-Assassins-Creed Capcoms Remember Me. Wie kommt er denn darauf? Das wollt ihr nicht mehr fragen, nachdem ihr eine siebenminütige Gameplay-Demo gesehen habt. Protagonistin Nilin hüpft und klettert wie in Profi und ist eine Auftragskillerin… von Erinnerungen! Ganz recht. In der nahen Zukunft, die sich das Entwicklerteam von Dontnod gibt es Erinnerungsjäger, welche die Erinnerungen von Menschen zu Gunsten der Auftraggeber ändern. Das kann wie in der Demo zum Suizid der Zielperson führen und bietet eine Menge Möglichkeiten. Die Dinge, die ihr in den Erinnerungen verändern könnt, scheinen aber nur bedingt zu Zielen zu führen und anstatt Spieler mit alternativer Fortführung von Aufgaben zu belohnen/bestrafen (zum Beispiel, dass man selbst Hand anlegen muss, wenn man die Erinnerung nicht richtig verändert hat), wird einfach so lang eine Option gewählt, bis man sein Ziel erreicht hat. Das erinnert stark an die Attitüde von Assassins Creed, die den Coregamer bloß nicht vertreiben will. Wenn jetzt das Kampfsystem noch so unterfordernd bleibt wie beim großen Vorreiter von Ubisoft, dann könnte Remember Me trotz feiner Optik und schickem Design ein ganz großer Flop werden.

Bei so wenig echten Neuankündigungen möchte man aber natürlich hoffen und drückt dem französischen Studio die Daumen, dass der Sci-Fi-Thriller mit abwechslungsreichem Erinnerungshacking und spaßigem Kampfsystem es doch zu Qualität bringt, wie erst letztes Jahr Deus Ex: Human Revolution.


Es wird wieder “incepted”… BAAAAAAAAAAAAAAAAAAM! BAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAM!

Die letzte Neuigkeit, die nicht eine Online-Verwurstung bekannter Titel ist (Hallo, Might & Magic und Anno!) oder sich ein weiteres Mal an einem „Move“-Abenteuer versucht, ist Puppeteer (Für die „Move“-Interessierten: „Until Dawn“ muss wirklich die Adrenalinpumpe aufdrehen, wenn es jemanden vom Hocker reißen soll. Grusel mit Move… das hat Nintendo mit „ZombiU“ auch vor und die ersten Stimmen sind mehr als enttäuscht aufgrund von hackeliger Steuerung und zu wenig Schock).

Puppeteer (einer von recht vielen, neuen PS-Exclusives) ist im Grunde nichts Neues. Ein auf Puppenspiel getrimmtes, superschönes Sidescroller-Jump’N’Run. Nicht wenige werden an ein LBP von Tim Burton denken. Der Stil ist für kleine Kinder zu abgedreht und richtet sich an ein Publikum, dass süß gerne mit düster verbindet. Ein wenig makaber, aber mit besserer Steuerung als LBP könnte sich hier ein ambitioniertes Projekt präsentieren, dass vielleicht an die neueren 2D-Raymans heran kommen könnte.


Kommt aus Japan und könnte auch deswegen erfrischend verrückt sein: Puppeteer

Interessiert euch das eigentlich? Keine Sau scheint eine PS Vita zu haben und „Remember Me“ muss erst noch beweisen aus welchem Holz es geschnitzt ist. Für eine der größten Messen der Welt ist die Liste an Neuankündigungen schon sehr schmal geraten, aber im Vergleich ist die E3 in Los Angeles auch nicht besser weggekommen. Mal schauen, ob die Tokyo Game Show im September noch für den Zauber des Unerwarteten sorgen kann oder ob wir auch dort den ewig gleichen Brei bekommen, den man im Internet auch ganz entspannt erfährt.

Kein Schlange stehen, kein Gedränge, keine Kleinkinder und Babys, die als Schutzpolster genutzt und froh sein dürften, dass sie sich an ein solches Wochenende – hoffentlich – nicht erinnern werden. Wo geht es hin mit dir, Spielemesse? Brauchen wir dich eigentlich noch? Darüber müssen und werden wir in den nächsten Wochen noch sprechen. Bis dahin zockt fleißig weiter und findet uns ein paar mehr Spieler!

Die Wiederentdeckung des Spielspaßes

Mein Großvater – möge er in Frieden ruhen – war ein berechnend komplizierter Mann im Alter. Er hatte eine Eigenschaft, die nicht wenige unter uns ihr Eigen nennen. Es ist die Gabe immer das haben zu wollen, was gerade nicht da ist. Genau diese Sorte Mensch ist auch der gemeine Videospieler. Zwar brüllt er immer hinaus dass PC/XBox 360/Playstation 3/Wii die jeweils beste Option sei, aber die Wahrheit ist, dass man immer jemanden um die Fähigkeit eines anderen beneidet.

 So können Microsoft und Sony sich um Innovation in Sachen Control noch so bemühen, Nintendo wird mit der Wii und dem (3)DS immer den Ruf haben, als erstes mit neuen Ideen bei den Spielern anzukommen. Es ist völlig gleichgültig, dass 90% der Nicht-Party-Spiele (also jene mit Gehalt und Mehrwert für die Spielebranche) mit dem Game-Cube-Controller viel besser funktionieren und großteils sogar ursprünglich auf Classic-Control ausgerichtet worden sind.

Jeder Legend Of Zelda Spieler muss sich eingestehen, dass bis auf wenige Gimmicks die klassische Steuerung handlicher und benutzerfreundlicher ist. In einer Zeit, in der die Menschheit wie wandelndes Gemüse blind auf die Einfachheit Apples schwört, ist die Verumständlichung durch Motion-Control ein Widerspruch der modernen Gamernatur an sich.

Wenn mir auch nur ein Shlemiel (jiddisch: Idiot) kommt und behauptet, dass Mario Kart auf der Wii mit diesem Momzer (jiddisch: Bastard) Kartwheel besser zu steuern ist, dem gehört das Spielen bis ans Lebensende verboten.

Ja, ich höre mich an wie jemand, der den letzten Krieg noch miterlebt hat, aber für meine Gamergeneration (Jahrgang 1989 und älter) trifft es nach Erfahrungswerten bisher durchgehend zu, dass Motion-Control von Sixx Axis über Wii, Move und Kinect ein Gimmick ist.

Wer weiß, was die Zukunft bereit hält. Vielleicht lachen Menschen die mit dieser Steuerung aufgewachsen jetzt schon über uns alte Säcke und kommen wunderbar damit zurecht. Vielleicht wird der Endorphin-Ausstoß beim Nintendo-Wheel (meist ausgelöst durch blanke Wut und puren Hass) bei jüngeren ein Gefühl der Einbindung in die virtuelle Welt. Ich wünsche es ihnen, aber halte es wie der gute Herr Simon Krätschmer von GameOne: Bewegungssteuerung bedeutet oft mehr Frust statt Lust!

Simon auf der Gamescom 2011. Ein richtig netter Mensch, wenn ihn die wunderbare Welt der Motion-Control nicht gerade vor Wut in die Elbe springen lässt!

Für eine neue Art der Steuerung lohnt es sich also nicht eine neue Konsolengeneration auf den Markt zu werfen. Die Controller von Microsoft und Sony bringen durch meist präzises Gameplay ein Spielerlebnis, dass den Spieler einsaugt. Wie viele von euch haben den Master Chief schon in hektischen Situationen abermals zum Held werden lassen? Ist dabei eure Körpertemperatur nicht angestiegen? War das keine Genugtuung, als man sich geradeso hinter eine Barrikade flüchten konnte, um den Gegenangriff einzuleiten? Ist einem von euch nicht die Luft weggeblieben, als Drake aus Uncharted sich über einen fahrenden Zug durch den Dschungel und das Himalaya-Gebirge kämpft und letztendlich einen Raketen feuernden Hubschrauber vom Himmel holt?

Boom! Die Spiele, die mich bisher am meisten fesseln konnten, punkteten durch ihre superb umgesetzte Steuerung und ihre Cojones in Sachen Inszenierung. Es sind die kleinen Dinge. Ich bin zum Beispiel ein riesiger Fan der Infamous Spiele für die PS3. Meine Lieblingsattacke ist dabei recht unnütz. Man springt von einem möglichst hohen Punkt herunter auf ein paar Schergen (ja, Schergen. Ich mag auch solche Worte) und BOOM! Ein elektrischer Impuls haut die Spacken meterweit bis an die nächste Häuserwand. Das bringt selten jemanden um, aber selten habe ich so den Impakt auf mich aus einem Spiel gespürt. Diese Momente sind es, die interaktive Erlebnisse für mich ausmachen. Dies ist es, was Avatar für viele zu einem guten Filmerlebnis gemacht hat. Nicht die Luftmensch-Storyline, sondern das Gefühl mittendrin zu sein. Und dieses Gefühl bekommt man nur selten, wenn man wie ein an den Nerven geschädigter Mensch Plastikgeräte in seiner Hand (oder gleich den ganzen Körper) herum fuchtelt.

Bewegungssteuerung ist ein lustiges Gimmick. Besonders für jene, die dem Spieler und nicht dem Spiel zuschauen. Mehr Hass gegen Motion Control für Core-Gamer gibt es auch wieder bei Yahtzee
(Quelle: http://www.flickr.com/photos/miyukiz4/7176121841/)

 Innovation in Steuerung ist also eine große Illusion, die den Mehrspielwert nur in lächerlichem Maße hebt (bisher) und Spielspaß entsteht (Achtung: große Überraschung!) über gutes Game Design. Und jetzt kurbelt euer Gedächtnis an, warum es die PS3 und die Xbox (360) überhaupt gab. Es ging nicht um revolutionäre Steuerung oder In-Game-Mechaniken, die mit der alten CPU nicht zu erreichen waren. Es ging um den guten, alten Genitallängenvergleich mit PC-Spielern. Wie oft und breit man sich auf Pausenhöfen anhören musste, dass der PC die eine Spieleplattform TO RULE THEM ALL sei, da immer brandaktuelle Grafik möglich sei (Viel Spaß beim dauerhaften Aufrüsten, liebe Lannister-Kinder. Ich hätte auch gerne einen Berg aus Gold!).

Thus the Next-Gen was born. So wie die spätere Einführung der Motion-Control eine Reaktion auf Nintendos Wii war, ist die Grafik seitens der PC-Industrie der Grund für die letzte Next-Gen gewesen.

Halo-Stammentwickler Bungee hat erst unlängst bekannt gegeben, dass man an die Grenzen der Hardware gestoßen sei und weil ich mich gerade nicht an den letzten Macher erinnere, der meint, dass er Halo: Kinect – Eternal Idiot auf dem imaginären Wunschzettel hatte, geht es einfach nur darum, dass man die technischen Möglichkeiten umsetzen will. Das ist alles. Man geht mit der Zeit.

Videospielkonsolen sind auch nicht mehr als andere mediale Wiedergabegeräte. Versucht ihr die Musikindustrie zu überreden, dass euer nächster mp3Player Facebook- und Twitter-Zugang ermöglicht? Ach, Moment! Das ist ja schon längst so! Und wenn ich so einen hippen Maven (jiddisch: Guru) erwische, der meint dass er mit seinem E-Reader kurz seinen E-Mail-Account überprüfen muss, weil er das ja nicht mit den anderen drei elektronischen Geräten direkt an seinem Körper tun kann, dann gibt es sehr wahrscheinlich unnötige Kommentare über die Erzeuger dieser Person, direkte, körperliche Gewalt und eine gute Portion Hass.

Niemand hasst so schön wie Katzen!
(Quelle: http://www.flickr.com/photos/poenaru/1304953088/)

Natürlich gibt ist das Home-Entertainment-Prinzip seitens PS3 und auch Xbox 360 lobenswert, aber die Wahrheit ist, dass wir alle so viele Geräte um uns haben, dass es doppelt und dreifach möglich ist, auf die jeweiligen Medien zuzugreifen. Dass ich DVDs und Blu-Rays auf meiner PS3 gucken kann und CDs abspielen kann usw. ist ein super netter Bonus, aber NICHT der Grund, warum ich mir eine Videospielkonsole zugelegt habe. Ich will das Ding anknipsen und Spaß haben. Das will ich von einer Videospielkonsole. Das war der Grund, warum ich meinen SNES und meine Playstation so geliebt habe. Zack, sofort ging es los. Das ist es was ich als Spieler will.

Ich will nicht 300 € mehr berappen müssen, nur weil meine Konsole meint mir zusätzliche Möglichkeiten zu bieten, die ich so gut wie nie nutzen werde. Aber das wird passieren, einfach weil Videospielkonsolen sich einen Ruf als Home-Entertainment aufgebaut haben (daher auch der Handlungsbedarf auf Seiten der Wii). Die klassische Videospielkonsole ist tot. Wir werden nicht mehr dahin zurückkehren, dass man auf einer Heimkonsole NUR Videospiele spielt.

 Vergesst bitte einfach nicht, warum ihr eigentlich eine Konsole oder einen Gamer-PC bei euch im Haushalt habt. Es ist ein Medium mit dem ihr Spaß haben wollt und das euch unterhalten soll und das passiert in erster Linie über Spielspaß. Es geht um die Spiele an sich. Sie sind das Hauptaugenmerk.

So sollte Unterhaltungselektronik funktionieren. Das muss die nächste Generation wieder fertig bringen. Bessere Grafik ist so sicher wie der Schmarotzer auf der Hochzeit am Büffet und eine logische Weiterentwicklung, aber bitte hört auf euch einzureden, dass Hologramme, Motion-Control und Konsorten euer Videospielleben verändern werden. Der gescheiterte 3D-Effekt bei 3DS und PS3 und Xbox 360 ist beweis genug für die Überflüssigkeit dieser Elemente. Ich sage es ein letztes Mal in der Hoffnung, dass es in eure Schädel geht:

Was man sich für die nächste Generation der Videospielkonsolen wünschen sollte ist, dass der Spielspaß erhalten bleibt.

 Mehr Spieler aus.

Nintendo-Fans können bei solchen Vorzeichen nur hoffen, dass die Wii U nicht schon zum Launch im Regen steht.
(Quelle: http://www.flickr.com/photos/85107706@N00/660586963/)

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