Category: Literatur

Schneewittchen und Popelköpfe

Ich kam neulich wieder in den Genuss (und das ist nicht ironisch gemeint) meine dreijährige Nichte zu sitten. Da meine Nichte außer Toben am liebsten Bücher vorgelesen bekommt und sehr gerne “Kindermusik” (aka Geschichtenlieder) hört, werde ich gerade wieder regelmäßig mit Märchen konfrontiert. Wie jede*r Erwachsene, der*die sich ein bisschen mit den Gebrüdern Grimm und anderen Vertreter*inn*en der Märchenschreibekunst auseinander gesetzt hat, sollten mich die vermittelten Bilder nicht schocken. Wenn Hacken abgeschnitten, Kinder im Wald ausgesetzt und Tiere verschlungen werden, gibt es nicht selten Momente bei denen man* merkt: So ganz zeitgemäß ist das nicht mehr. Aber das ist natürlich alles kein Problem für den modernen Buchhandel. Märchenbücher gibt es in allen Formen und Größen; Für Einjährige und Erstleser genauso wie für Wissenschaftler*inn*en und Sammler*inn*en, die sich lieber mit den Originaltexten auseinandersetzen oder sich an den über die Jahrhunderte entstandenen Illustrationen erfreuen.

Doch auch wenn man* Grausamkeiten in den grimmschen Märchen (und um ein solches soll es heute gehen) zensieren kann, so bleiben traurigerweise viele Kritik würdige Sachen zurück. Als Feministin sind es natürlich vor allem die Geschlechterbilder, die mich sofort anspringen. Schon in den ersten Zeilen von Schneewittchen, wird einem fast übel. Denn hier kommen so ziemlich alle negativen Frauenklischees zusammen. Sei es die Stiefmutter, die ihre Adoptivtochter nicht liebt, sondern sie vielmehr um ihre Jugend beneidet oder das gute alte Prinzip Frauen auf ihre Schönheit zu reduzieren. Auch das Ende erscheint einem fast gruselig, wenn der Prinz zu den Zwergen sagt, dass er ihnen den Sarg abkaufen will (auch wenn die Zwerge das ablehnen). Ein Klassiker bleibt bis heute auch, dass Schneewittchen nur deshalb von den Zwergen aufgenommen wird, weil sie im Gegenzug den Haushalt schmeißt, nähen und kochen kann.

Image by Stefan Schubert

17163914576_6dd0573dd9_zDie perfekte Frau: schön und begabt im Haushalt (/irony)

Nun ist mein Anliegen nicht Schneewittchen zu verteufeln. Noch weniger, diejenigen, die noch immer zu den Gebrüder Grimm greifen und sie vorlesen. Denn selbst wenn man* sich als Einzelperson dagegen entscheidet, diese Art von Inhalten zu vermitteln, dann merkt man schnell wie fragil die Blase der eigenen politischen Überzeugung ist. Egal ob es Geschenke der Familie sind oder die Büchersammlung der Kita, ab einem gewissen Punkt kann man* sich dem gesellschaftlichen Gedächtnis nicht entziehen. Und was soll man* auch tun, wenn das Kind mit großen Augen vor einem*r steht und sagt: „Bitte vorlesen!“

Altes Format, neuer Inhalt?

Egal ob Prinzessinen- und Piratenbücher oder rosa und blaue Spielsachen – Jede*r, der*die mit Geschlechtersterotypen ein Problem hat, wird in seinem Rahmen das möglichste tun, um einen Gegenpol zu schaffen oder andere Geschlechterbilder anzubieten. Eine Variante ist zum Beispiel neue Geschichten zu erzählen, die diese Bilder vermeiden oder zumindest im Rahmen des Möglichen das Dargestellte zu kontextualisieren. Zum Beispiel eine Prinzessinnengeschichte ohne Glitzer und Rosa.

Einen solchen Versuch hat zum Beispiel Marc-Uwe Kling mit seiner Geschichte Prinzessin Popelkopf gewagt. Seine Kritik richtet sich allerdings nicht primär gegen Geschlechterbilder (obwohl er auch hier einen Beitrag leistet), sondern gegen die Glorifizierung des Adels. Obwohl ich großer Fan des Autors (und insbesondere seiner Känguru-Trilogie) bin, bleibt mir aber nur festzuhalten, dass ihn der Gedanke ehrt, aber die Ausführung verbesserungswürdig ist. Denn liest man* das Buch, dann bekommt man* den Eindruck, dass hauptsächlich die Erwachsenen Spaß mit dem Buch haben, denn es gibt keine wirkliche Identifikationsfigur für die kleinen Zuhörer*inn*en. Prinzessin Popelkopf ist der Inbegriff der dummen Adligen, die mehr auf Stand, Aussehen und Reichtum gibt, als auf innere Werte. Dabei gibt es keine klassische Moral. Am Ende wird sie Königin Grützkopf und es wird ein Bogen zu unserer heutigen Zeit geschlagen, in denen die Grützköpfe noch immer die Welt regieren.

Auch wenn das Buch auf einer Humorebene Kinder ansprechen mag (sie kommen ja alle in die Phase, in der ecklige Worte lustig sind), so fehlt der Geschichte eine wirklicher Ansatzpunkt für Kinder. Prinzessin Popelkopf bekommt keine Möglichkeit sich zu bessern, sondern muss sich einfach ihrem Schicksal ergeben. Am Ende bleiben Pipi-Kacka-Humor und der gehobene politische Zeigefinger. Das ist vor allem traurig, weil der Grundgedanke ein guter war.

Natürlich gibt es bereits verschiedene Projekte, die sich besonders mit Märchen beschäftigen. Aber was tun, wenn das Kind diese vielleicht nicht mag oder nicht so schön findet oder wenn die Mühlen der Geschlechterklischees bereits gut laufen? Für mich sind dies die Momente, in denen mir bewusst wird, was für eine Sisyphosarbeit der Feminismus ist, denn man* kämpft eben nicht gegen einzelne große Themen, sondern gegen ein kompliziertes Geflecht aus sich ineinander greifenden Problemen. An dieser Stelle weiter zu machen ist nicht immer leicht, aber wie eine Freundin von mir vor kurzem so schön gesagt hat: Wenn man einmal das Licht gesehen hat, dann will und kann man nicht mehr in der Dunkelheit leben.

An dieser Stelle also das erste Mal ein Artikel von mir mit offenem Ende: Wie macht ihr das und wie geht ihr mit diesem Problem um?

Featured image by Georgie Pauwels

No Future – Warum gibt es keine Utopien mehr in der Science Fiction?

Vor kurzem war George R. R. Martin in Hamburg und hielt dort ein öffentliches Interview mit dem Literaturkritiker Denis Scheck. Dort offenbarte er, dass die moderne Science-Fiction ihn nicht mehr interessiere, sei diese doch “zu düster” geworden. Es ist in der Tat auffällig, dass Science-Fiction heute kaum noch unabhängig von einer Dystopie gedacht – oder eher geschrieben werden kann. Es scheint fast, als hätten wir als Gesellschaft die Fähigkeit verloren, positiv und hoffnungsvoll in unsere eigene Zukunft zu blicken. Nicht die individuelle Zukunft (da haben wir alle zwangweise Optimismus), sondern die gesellschaftliche, technologische und politische Zukunft. Sind wir alle zu Schwarzseher*innen geworden?

Wenn der Cyberpunk die letzte große Innovation in der Science-Fiction war, so hat sich unsere Zeit noch nicht von dessen pessimistischer Zukunftsvision erholt: einer von Konzernen regierten Welt, in denen Menschen ihre Körper (bio-)mechanisch modifizieren und mit ihren Hirnen in die Matrix flüchten. Steampunk oder Dieselpunk mögen zwar recht neue Entwicklungen sein, blicken aber nicht in eine menschliche Zukunft, sondern entwerfen lieber eine alternative Vergangenheit der 1880er oder 1920er Jahre. Auch wenn der Cyberpunk bereits an die 30 Jahre alt ist: Seine Zukunftsversion scheint nicht weniger aktuell zu sein. Und warum auch nicht? Immerhin fürchten wir uns vor den undemokratischen Schiedgerichten von TTIP, rätseln über die Auswirkungen einer real existierenden “starken” KI oder bewundern den Fortschritt in der Prothetik.

Via Flickr.com, by warpr

giant hand_warprJetzt nur nicht übertreiben!

Allerhöchsten haben wir beim Blick in die Zukunft gemischte Gefühle. Erinnern wir uns an die Debatte um die Teilnahme von Oscar Pistorius an den Olympischen Spielen (und nicht den Paralympics): Es wurde gefragt, ob er mit seiner Prothese nicht einen Vorteil mit der Prothese gegenüber anderen Sportler*innen habe. Die Furcht vor dem Transhumanismus, davor, dass wir freiwillig unsere Körperteile mit mechanischen Komponenten verbessern um einen Vorteil zu haben, ist bereits gegenwärtig. Fortschritt ist nicht mehr unbedingt etwas Positives. Im Gegenteil: Die Zukunft scheint uns aufgrund ihrer Konflikte viel weniger erstrebenswert als der Status quo. Wer weiß schon, was die Zukunft bereit hält? Bestimmt nichts Gutes, so das verbreitete Gefühl.

Eine Gesellschaft aus Pessimisten? Wie anders war da doch der Fortschrittsglaube der 50er- bis 70er Jahre, dem Höhepunkt der modernen Science-Fiction. Wie Fantasyautor Martin beschreibt, ging es damals nicht um “Terrorismus, Internet oder Klimaerwärmung”, sondern um eine fantastische Zukunft, die uns Menschen neue Wege und Möglichkeiten eröffnet: Weltraumreisen, Kolonien auf fremden Planeten, uotpische Gesellschaftsentwürfe, die als Leitbild für die Gegenwart dienen sollten. Die Wissenschaft, so dachten unsere Eltern, würde eine bessere Welt für die Menschen schaffen, würde unsere heutigen Konflikte lösen und die Menschheit in ein neues, goldenes Zeitalter führen. Mutige Pioniere würden neue Grenzen erkunden, um uns allen einen verdienten Platz in diesem unendlich scheinenden Universum zu erobern.

Das Ende der Geschichte

Ist das naiv? Mitnichten. Denn diese Haltung zeugt von einem Glauben an den Fortschritt, daran, dass Menschen in der Lage sind, für ein übergeordnetes Ziel zu arbeiten, jenseits individueller Interessen. Aber diese Haltung ist uns verloren gegangen. Hören wir heute von Menschen, die ihre eigene wissenschaftliche Arbeit vorantreiben, können wir nur noch zynisch anmerken, dass diese Leute wohl auf Ruhm aus seien. Oder zumindest mehr Drittmittel. Wir glauben heute nicht mehr an übergeordnete Ziele, an eine positive Wirkung von Fortschritt, daran, dass es eine bessere Zukunft für alle Menschen geben kann. Die aktuelle Science-Fiction blickt entweder retrofuturistisch in die Vergangenheit oder arbeitet sich an gegenwärtigen Horrorszenarien wie einem globalen Blackout oder der Klimaerwärmung ab. Die Utopie ist irgendwann in den 1980ern klanglos verstorben.

Im Jahr 1992 dann veröffentlichte der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama sein Buch vom “Ende der Geschichte”. Liberale Demokratien, so seine These, haben den Widerstreit zwischen radikalem Liberalismus und Totalitarismus quasi als Synthese gewonnen und werden nach dem Fall des letzten großen totalitären Systems der Sowjetunion die einzige Alternative als Regierungsform darstellen. Das Fehlen einer Alternative, die Vorstellung, es gebe ja nur einen wirklich machbaren Weg, ist uns vor allem in Deutschland spätestens seit 2005 ziemlich gut bekannt. Angesichts der Griechenlandkrise und dem Spar-Diktat in Deutschland und der EU ätzt sich die Alternativlosigkeit durch alle politischen Schichten und hinterlässt nur eine stinkende Säurespur.

Via Flickr.com, by Tama Leaver

Alien_Tama LeaverSo wie dieses nette Wesen. Sympathisch!

Wundert es da, dass wir auch in unseren eskapistischen Fantasien nicht mehr an eine Alternative zum Heute glaube können? Eine utopische Zukunft ist für unsere alternativblinden Gesellschaften schlicht nicht mehr zu begreifen, weil sie anscheinend völlig im Gegensatz zur Erfahrungswelt steht. Unserer Erfahrung nach würden wir beispielsweise den Mars nur besiedeln, um Rohstoffe zu sichern oder irgendwelche Kapitalinteressen zu erfüllen, nicht, um neue Grenzen und Lebenswelten für Menschen zu erobern. Es ist umso trauriger, wenn in einer Demokratie, deren Zweck ja gerade der Wettstreit um verschiedene Alternativen zur Herstellung von Allgemeinwohl ist, nur in einer Einbahnstraße gefahren wird. Letztlich geht es bei Demokratie, bei Politik ja immer um Zukunftsentwürfe von Gesellschaften, um die Verwaltung des Jetzt, damit eine Perspektive auf das Morgen entsteht. Aber gerade diese Perspektive ist von einem breiten Horizont mit verschiedenen Landschaften zu einem kleinen Tal geworden, aus dem scheinbar nur ein Pass herausführt. Wir können also nicht mehr in die Zukunft sehen, weil die Berge zu hoch sind.

Deshalb sind Utopien für uns unmöglich geworden: Wir glauben nicht mehr daran, dass das Morgen eine Alternative bieten kann, die für ALLE Menschen annehmbar ist. Wettbewerbs- bzw. Leistungsgesellschaften wie die liberalen Demokratien sind vielleicht per se gar nicht fähig, ihren Bürgerinnen und Bürgern eine Utopie zu bieten, denn “Verlierer” sollen in diesen Gesellschaften keinen wirklichen Platz haben. Dabei brauchen wir aber einen positiven Blick in die Zukunft, denn sonst verlieren wir doch alle Gründe, uns morgens noch aus dem Bett zu quälen. Warum sollen wir denn noch aufstehen, wenn wir bereits wissen, wie die nächste Woche aussieht? Das menschliche Leben ist ein ewiges Versprechen auf ein besseres Morgen und jede Gesellschaft, die dieses Versprechen nicht einlösen kann, muss irgendwann scheitern.

Utopien sind doch möglich

Die Hoffnung ist aber noch nicht ganz verloren. Vereinzelt gibt es noch Entwürfe, die sich gegen die Dystopie-Flut stemmen. Die Videospielreihe Mass Effect geht beispielsweise von einer erfreulichen Prämisse aus: Die Menschheit lernt, mit Überlichtgeschwindigkeit zu reisen, vereint sich politisch (zumindest mehr oder weniger), trifft auf ander außerirdische Völker, mit denen es nach einigen “Missverständnissen” friedlich zusammenlebt. Erst durch eine externe Bedrohung, wird die Welt von Mass Effect ins Chaos gestürzt.

Ein anderes Beispiel ist die Mars-Trilogie von Kim Stanley Robinson. In klassischer SF-Manier und mit viel Recherche schildert Robinson die Besiedlung des Mars, von den ersten hundert Bewohnern bis zum Abschluss des Terraforming. Im Zuge der Mars-Eroberung wird der menschliche Alterungsprozess überlistet, ein Weltraumlift gebaut und Dom-artige Städte errichtet. Es wird also die Überwindung bestimmter menschlicher Probleme geschildert. Diese Lösungen schaffen zum Teil wieder neue Probleme, aber die Grundstimmung bleibt doch optimistisch.

Via Flickr.com, by James Vaughan

battlestar galactica_frank fazetta_james vaughanSo wie dereinst Frank Frazetta, als er Battlestar Galactica illustrierte, 1978

Trotzdem: Die Befürchtung bleibt, dass wir als Gesellschaft gar nicht mehr in der Lage sind, positiv in die Zukunft zu schauen. Dann bleibt nur noch die Angst vor Morgen, die Flucht in das Jetzt – oder die Vergangenheit. Das konstatiert auch George R. R. Martin: Seine Fantasy-Reihe “Das Lied von Eis und Feuer” sei auch deshalb so erfolgreich, weil den Leserinnen und Lesern die Zukunft zu düster wäre und eine fantastische Vergangenheit daher attraktiver, so der Autor.
Allerdings: Keine Zukunft ist auch keine Lösung.

Max’ fröhlicher Pop-Kultur-Vorweihnachtsüberblick

Was habt ihr verpasst? Was könnte man selbst nachholen oder anderen eine Freude mit machen? Das Jahr 2014 war mal wieder lang genug gefüllt, um den Medienmenschen von Heute mit genug Material für einen selbst und Freunde zu versorgen. Bevor der erste Advent und der damit verbundene Dezember anklopft, will ich euch einen kleinen Einblick in meine vielleicht weniger erfolgreichen und bekannten Tipps der diesjährigen Konsumlawinen offenbaren. Lasst uns nur hoffen, dass mein Geschmack und eurer nicht auf zwei völlig unterschiedlichen Pisten verkehren. Ein paar Tipps und Denkanstöße:

Via Flickr by Andreas Fusser

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Ohne böse Hintergedanken sind diese Angaben ohne Gewähr, aber mit Pflaster

Im Kino: Nightcrawler

An Kinobesuchen wird es euch in der nahen Zukunft wahrscheinlich nicht mangeln. Hungergames 3.1 und der (hoffentlich) letzte Hobbit-Film stehen geradezu vor der Tür und Eingeweihte haben sich für den Beginn des nächsten Jahres bereits P. T. Andersons “Inherent Vice” markiert. Wer allerdings noch ein wenig naheliegende Sozialkritik der schonungslosen und fantastisch gespielten Sorte sehen möchte, der kommt nicht um Nightcrawler mit Jakey Gyllenhaal herum.

Abgesehen von der famosen Schauspielleistung Gyllenhaals ist Nightcrawler durch seine Thematik und den Umgang mit dieser so faszinierend. Es ist immer wieder faszinierend mit welchen Abgründen der amerikanische Traum sich verbinden lässt und wie der Antrieb hinter den skurrilsten Geschichten in einem traurigen Zusammenhang Sinn hat. “Nightcrawler” ist einer dieser Filme, die von vorne bis hinten genau wissen was sie wollen und was sie beim Zuschauer erreichen möchten. Inmitten von Plot-Twists und Star-Ensembles ist das erfrischend normales Kino.

Fürs Heimkino: Grand Budapest Hotel

Man darf nicht vergessen, dass das “Grand Budapest Hotel” noch in diesem Jahr erschien. Ich selbst bin für jene die sich diesen Film haben durch die Lappen gehen lassen, der richtige Berater. “Moonrise Kingdom” war mein erster Wes Anderson und auch wenn die Kamera- und Regiearbeit mich in ihren Bann gezogen hat, konnte das Drumherum mich nicht richtig packen. “Grand Budapest Hotel” ist mehr ein Märchen, welches thematisch und von seiner Vortragsweise, zumindest aus meiner Sicht, viel besser zu Andersons Stil passt.

“Grand Budapest Hotel” ist witzig, wortgewandt und in jeder Hinsicht wunderbar. Neben der einfallsreich vorgetragenen und gefilmten Geschichten brilliert insbesondere Ralph Fiennes als Monsieur Gustave. Selten war ein Filmcharakter derartig humoristisch und dabei stets zwischen menschlichen Extremen und Neurosen hin und her wankend. Auch wenn es beim Cast in “Grand Budapest Hotel” gar nicht möglich ist den Film ganz alleine zu tragen, behauptet Fiennes sich dennoch als Top Dog. Trotzdem freue ich mich genauso inständig, dass Saoirse Ronan endlich mal wieder in einem guten Film mitspielt.

Via Flickr by Eva Rinaldi

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Im besten Fall macht ihr euch aus dieser Übersicht selbst ein Geschenk

Für Zocker: Zurück in die Grabbelkiste

Videospiele sind dieses Jahr eben da. Es war und ist ein Jahr der Remakes und Fortsetzungen. Ich habe gerne “Lightning Returns: Final Fantasy XIII” und “Castlevania: Lords Of Shadow 2” gespielt, aber keines der Spiele hat für mich irgendetwas verändert oder ist in meinen Augen eine dringende Empfehlung wert. Das Gleiche gilt für Titel wie “Dark Souls II” und “Wolf Among Us”, die beide leicht veränderte Versionen ihrer Vorgänger darstellen. Das macht sie nicht zu schlechten Spielen, aber das sollte sich von selbst erklären.

Deswegen sage ich ganz klar, dass nicht ausgegebenes Geld für neue Titel und weiterhin überflüssige Konsolen lieber in Nachholspiele investiert werden sollte. Habt ihr “Hitman: Absolution” gespielt? “Ni No Kuni” gibt es inzwischen für einen Apfel und ein Ei oder was auch immer das japanische Äquivalent ist. An kleineren Titeln kann ich besonders “Guacamelee!” empfehlen. Und Herrschaftszeiten noch mal: Mehr deutsche Gamer müssen die “Infamous”-Spiele ausprobieren. Insgesamt ist es gut möglich, dass ihr für den Preis eines neuen Titels 3-5 hervorragende Titel bekommt, die ihr bestimmt noch nicht gespielt habt. Wenn wir Johannes fragen würden und über PC-Spiele sprechen, steigt diese Zahl nochmals.

Für Leseratten: Mirage (wieder mal/immer noch)

Ich kann Matt Ruff nicht oft genug empfehlen. Unter Vorwand eines Pop-Kultur-Kompasses für das Kalenderjahr 2014 darf ich “Mirage” seit nun über 2 Jahren bewerben. Nein, ich bekomme dafür kein Geld. Und Tatsache ist, dass Ruff in Relation auch nicht genug Geld für seine Arbeit bekommt. “Fool On The Hill” und “Set This House In Order” sind seit Jahren zwei meiner liebsten Fiction-Werke und auch wenn “Mirage” nicht die Qualität dieser beiden Werke erreicht, ist es nicht minder unterhaltsam als das äußerst unterhaltsame “Bad Monkeys”.

Matt Ruff ist bei seinen Lesern bekannt und beliebt für seinen schrägen Humor und seine verschachtelten Storys. Dazu gesellen sich gut geschriebene Charaktere und jede Menge Ideen aus der Popkultur, die den inneren Nerd (von Tolkien bis Virtual Reality) befriedigen. Bücher von Matt Ruff (abgesehen von der Stadtwerke-Trilogie) sind eine typische Win-Win-Situation. Die von mir genannten Bücher sind allesamt mindestens einen zweiten Lesedurchgang wert.

Via Flickr by tvancort

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Ein Katzenbild, das tatsächlich zum Text passt. Yeah!

Für die Fans

Natürlich könnte noch viel mehr vorstellen, doch mehr als einen Anstoß kann ich nicht geben. Es gab viele gute Filme dieses Jahr und garantiert auch Games von denen ich Casual nichts mitbekomme. Trotzdem kann ich alles oben aufgeführte aus tiefstem Herzen empfehlen. Und wenn das Portemonnaie wieder mal gähnende Leere aufweist, dann freut man sich umso mehr über ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Trilogie des Chaos

Und ewig stellt sich die gleiche Frage, wenn wieder ein Buch fertig gelesen wurde: Wie finde ich neues Material? Wenn man als Leser nicht gerade die gerühmten Großtaten der Literatur von einst lesen möchte, dann steht man vor einem undurchdringlichen Urwald aus kommerziellen oder schwer definierbaren Empfehlungen. “goodreads” ist in der Theorie eine tolle Navigation durch den immer noch dichten Seitenwald, aber genau wie “rotten tomatoes” steckt hinter den Zahlen stets eine Vielzahl an Kritikern, die das Punktesystem schnell nichtig erscheinen lassen.

Das heißt nicht, dass man über solcherlei Portale keine guten Bücher finden kann. Doch in der Vielfalt der Meinungen und meinem Unwissen gegenüber den Hintergründen der Menschen hinter diesen Kritiken stellt sich bei jemandem wie mir Misstrauen ein. Man könnte auch gerne meinen, dass ich ein Feigling in dieser Hinsicht bin. Ein Konventionalist, der sich bei gestandenen Meinungen bedient. Nach dieser Devise habe ich mich nämlich schon einige Male bei der Liste der Nominierten und Sieger des Nebula Awards bedient. So bin ich letztlich auch zu John C. Wrights “Chaos”-Trilogie gekommen.

von L. Jagi Lamplighter (L. Jagi Lamplighter) [Public domain], via Wikimedia Commons

John C Wright

Unbekannte neue Welt

Ich kannte vorher weder den Autor, noch hatte ich etwas von “Orphans of Chaos” gehört. Gleiches gilt zwar für das vor kurzem von mir gelesene “The Affinity Bridge” von George Mann, doch wo Mann mir mir bereits bekannte Konventionen des Steam-Punk-Genres servierte, verwirrte Wright mich in positiver Hinsicht. Seine Trilogie beginnt im ersten Buch mit einer Art verworrenem Tagebuch. Durchaus mutig desorientiert das Buch Leser zu Beginn und wird nicht wenige abschrecken. Der Leser muss mit der Erzählerin Secunda alias Amelia Windrose herausfinden, was es mit ihr und ihren vier Freunden, sowie der Lehranstalt, die sie kaum verlassen auf sich hat.

Lange behält Wright den Status des Mysteriums aufrecht, was dafür sorgt, dass jeder neu eingeführte Charakter und nahezu jedes Erlebnis der fünf Jugendlichen einem Rätsel gleicht, welches es langsam zu entschlüsseln gilt. Wenn das Buch in der zweiten Hälfte dann plötzlich einen ersten großen Vorhang fallen lässt, erscheinen die Ereignisse dieses übernatürlichen Krimis in einem gänzlich neuen Licht. Mit einem Mal wird aus Heranwachsenden, die sich mit den alltäglichen Herausforderungen in Form von Hausaufgaben, Liebe und Sperrstunden herumschlagen mussten, Teil einer Welt, die sie nicht einmal für möglich gehalten hätten.

Dass die sehr einfallsreiche und um Einiges freier als zum Beispiel “Percy Jackson” sich an realen Mythen orientierende Geschichte nicht nur durch die Geschichte interessant wird, ist den Protagonisten zu verdanken. Zwar ist Amelia als Erzählerin das Zentrum und gewissermaßen das Auge des Lesers, doch alle fünf Kinder spielen über den Zeitraum der drei Bücher ähnlich gewichtige Rollen. Die Kinder, und an dieser Stelle muss ein klein wenig verraten werden, verfügen über Fähigkeiten, die sich als voneinander unabhängig herausstellen.

Anstatt allerdings einfach ein paar Superhelden-Teenager zu erschaffen, kreiert Wright für seine Charaktere eigene Wirklichkeiten. Jedes der Kinder hat eine ganz eigene Sicht auf das Funktionieren des Universums, was mit ihren eigenen Naturen zusammenhängt. Ob materialistisch, magisch oder zeit-räumlich erweitert sehen Amelia und ihre Freunde die Welt jeweils aus einer völlig eigenen Perspektive. Dies ist umso konsequenter umgesetzt, da wir allein durch ein Augenpaar diese Fähigkeiten und Wirklichkeiten sehen können.

Zudem bedient sich Wright einem Schreibstil, der nahe dem Gedankenfluss anzusiedeln ist. In Klammern erfahren wir oft die Gedanken und Untertöne von Charakteren, was zu Beginn oftmals den Lesefluss hindern kann, die Figuren, insbesondere Amelia, jedoch menschlicher erscheinen lässt, was im Großen und Ganzen der gesamten Trilogie ein nachvollziehbares Stilmittel ist.

Via Flicky By Taiga808

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Versucht mal mystische Bilder zu finden, die nicht gleich die Bösewichte verraten…

Zum Entdecken gemacht

Nachdem das erste Buch eine Selbstfindung der Charaktere und des Lesers darstellt, wird eine größere Welt vorerst nur angedeutet. Abermals werden nicht wenige wütend das Buch zur Seite schmettern wollen, wenn das erste Buch endet. Man sorgt sich, dass Wright die Entwicklung des gesamten Buches zunichte machen könnte. Genau deshalb sollte man sich unbedingt frühzeitig den zweiten Band besorgen, wenn man merkt, dass man als Leser an Wrights Geschichte interessiert ist.

Im zweiten Buch, auch so viel soll verraten werden, bekommt Wright sehr schnell die Kurve und aus einem vermeintlich nervigen Kniff wird ein Element, dass die Stärken der Opposition der Kinder zum Ausdruck bringt. Nachdem das erste Buch ein zur Seite streifen des unbekannten Dickichts darstellt, ist das zweite Buch die Entdeckung der Welt, die abermals für Leser und unsere Protagonisten in gleichem Maße stattfindet. Man teilt die Entdeckungslust der Jugendlichen und sieht gespannt, was sie erwartet und wie sie ihre Reise fortsetzen.

Die Fähigkeiten der Charaktere sowie die Welt um Amelia und ihre Freunde entwickelt sich stetig und durch die mythischen Hintergründe der Welt war ich als Leser stets investiert und hoffte dem ein oder anderen Charakter aus Sagen zu begegnen. Gleichzeitig entwickeln sich im zweiten Buch aber auch die Helden auf eine unvorhergesehene Weise, die ihre Außendarstellung in Amelias wie auch unseren Augen gänzlich ändert. Selten haben sich meine Meinungen über Charaktere als so wandelbar und dynamisch dargestellt, sodass es mich brennend interessiert, ob ich vielleicht einfach nur gewisse Vorstellungen von Realitäten ansprechender finde und andere Leser wiederum andere Paradigmen und die mit ihnen verbundenen Charaktere vorziehen.

Spätestens mit dem dritten Buch bekommt man dann die epischen Ausmaße, die man sich von einer Fantasy-Geschichte mit einem Hintergrund wie jenem dieser Trilogie erwartet. “Titans of Chaos” war auch schließlich das Buch, welches meine Liebe für den Charakter Colin erweckt hat, der vielen, vornehmlich erwachsen denkenden und weiblichen Lesern davor wahrscheinlich regelmäßig an die Stirn greifen ließ. All das angedeutete Potenzial und Entdeckung der ersten zwei Bücher wird im dritten Teil konsequent für eine packenden Showdown gebündelt.

Die Protagonisten stellen sich nach einiger Vorbereitung ihren Widersachern und Wright nutzt das aufgebaute Universum, um dem genutzten Mythos gerecht zu werden und auf die Gruppe und die Leser ein Füllhorn an Gefahren und unmöglichen Situationen vorzusetzen. Amelia und ihre Freunde haben kaum Zeit um sich von einer Gefahr bis zur nächsten zu erholen und müssen regelmäßig ihre einzigartigen Kräfte verbinden.

Via Flickr by wallyg

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Farbenfroh, mystisch und episch hat Wright sich in mein Herz geschrieben

Alte Geschichten, neu erzählt

Anstatt diese Hetzjagd zu einem geistlosen Action-Abenteuer verkommen zu lassen, hält sich Wright jedoch strikt an die Regeln seiner erfundenen Fähigkeiten. Amelia ist unser Auge und erklärt und lebt die gefährlichen Momente auf eine Art, die uns weiter durch ein Mysterium leiten. Anstatt mit bloßem Auge zu entdecken werden wir jedoch durch übermenschlichen Fähigkeiten der Figuren und ihrer Auseinandersetzungen getragen. Dank der oft cleveren Lösungen, die nicht selten auf Ereignisse der vorigen Bücher zurückgreifen und damit aus den Büchern trotz verschiedener Gewichtungen ein Ganzes macht, liest man gebannt, bis auch der letzte rote Faden entknotet ist.

Am Ende wird manch einer vielleicht sogar enttäuscht sein. Wright erschafft aus bekannten Mythen eine derart lebendige Welt, dass man als Leser gerne noch einige weitere Charaktere kennengelernt hätte. Einige Namen werden auch genannt, doch die Sagenfiguren handeln nicht selbst. Das kann enttäuschen, zeigt aber auch wie sehr man sich auf Wrights-Universum einlassen möchte. Ansonsten wird einigen Lesern der Anteil der Romanzen vielleicht etwas zu hoch sein und nicht immer scheint Amelias emotionales Innenleben nachvollziehbar, doch zumeist ist man sehr gerne auf ihrer Seite.

Ich kann Wrights “Chaos”-Trilogie nur wärmstens weiterempfehlen. Hier und da erscheint die Vielzahl der Paradigmen und mit ihnen verbundene Ereignisse überwältigend und erfordert die Leser nicht restlos alles erklärt bekommen zu wollen. Ich habe lang nicht mehr eine solche Mischung Anforderung und Unterhaltung gelesen. Die “Chaos”-Reihe muss sich nicht als Groschenroman verstecken, sondern ist gut geschriebene und recherchierte, sowie äußerst konsequent zu Ende gedachte Kost, die nicht auf die ewig gleichen Erzählstränge zurückgreift.

“11/9”: Der Tag, an dem sich alles veränderte

Wir Deutschen haben manchmal leicht reden, wenn es um den 11.September.2001 geht. Deutschland als Nation war nicht direkt betroffen. Der emotionale Tiefschlag hat uns bei Weitem nicht so getroffen, wie die über 240 Millionen Menschen in den USA. Bei aller Kritik die man am amerikanischen System und der Mentalität dort (berechtigterweise) haben kann, darf man die Emotionen, die mit „9/11“ verbunden werden, nicht kleinreden.

Dies ist unglaublich wichtig, wenn man Matt Ruffs Roman „The Mirage“ angeht. Die Prämisse dieses Buches ist auf den ersten Blick unglaublich platt. Amerikaner würden vom „old switcheroo“ sprechen, auch wenn die komödiantische Variable nur bedingt zutrifft.

In „The Mirage“ erleben wir den 9.November.2001 in Baghdad, welches als New York des vorgegebenen Universums dient. In dieser Geschichte sind es die Amerikaner, welchen Flugzeuge kapern und den Nahen Osten terrorisieren. Osama Bin Laden ist Chef des Geheimdienstes, Saddam Hussein ein Mobster à la Al Capone und das Christentum ist das Fundament von Terror-Organisationen. Der „War on Terror“ wird in diesem Fall zu einer Hetzjagd gegen Christen, was Ruff allerdings so beschreibt, dass dem Leser vor Augen geführt wird, wie in der Wirklichkeit mit Anhängern des Islams umgesprungen wird.

Via flickr by James Gordon
BaghdadBaghdad, wie wir es kennen (sollten)

Die eigentliche Geschichte in dieser umgekehrten Welt kommt allerdings erst ins Rollen, als einer der Terroristen gefangen und verhört wird. Dann stellt sich nämlich heraus, dass die amerikanischen Terroristen dem festen – und in dieser Welt absolut lachhaften – Glauben verfallen sind, dass die USA eine Supermacht seien und irgendjemand die Rollen vertauscht habe (double switcheroo). Es sind nun also amerikanische Märtyrer, welche die wahren Machtverhältnisse, wie Gott sie scheinbar vorgesehen hat, wieder herzustellen versuchen. Die Ironie dieser Situation muss man wohl nur Menschen erklären, welche die letzte Dekade im Tiefkühlfach verbracht haben.

Als im Anschluss an diese Behauptungen tatsächlich Relikte und Fundstücke auftauchen, die auf einen Angriff am 9.September.2001 auf Hochhäuser in New York und Amerikas Ausnahmestellung in der Welt hinweisen, beginnen die Protagonisten des Buches ihre Wirklichkeit zu hinterfragen. „The Mirage“ entwickelt sich zu einem klassischen Spiel mit doppeltem Boden, welches über eine Vielzahl popkultureller und politischer Anspielungen auf unsere Realität eine Dynamik entwickelt, die einen nicht mehr loslässt. Dabei greift Ruff nicht auf hochgestochene, wissenschaftliche Texte, sondern auf alltägliche Unterhaltung und Verhaltensweisen zurück, was seine Welt so zugänglich macht.

Auch wenn in der zweiten Hälfte des Buches einige Storystränge überborden oder plötzlich verschwinden zu scheinen, bringt Ruff seine Geschichte hervorragend ins Ziel und liefert eine provokante Auflösung der Geschichte, die nicht jedem gefallen wird. Ohne zu viel zu verraten, ist die Botschaft für mich jene, dass die Wirklichkeit akzeptiert werden muss und eine bloße Umkehrung von Zuständen nicht zwangsweise eine bessere oder schlechtere Welt erschafft. Vielleicht gibt es einfach einen Status Quo, der durch uns Menschen zustande kommt. Ruff hält uns einen Spiegel vor, der nur produktiv sein kann, wenn man versucht alle Parteien zu verstehen. Ansonsten sehen wir stets nur unsere eigene Fata Morgana als wirkliche Welt, die sich nicht im Geringsten mit der Welt anderer deckt.

Via Flickr by HamburgerJung

Matt Ruff in Hamburg

Matt Ruff mal aus einer etwas anderen Perspektive

“The Mirage” ist Matt Ruffs fünfter Roman. Er erscheint am 1.März.2014 auch in deutscher Sprache. Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte allerdings (wie üblich) auf das Original zurückgreifen, welches bereits erhältlich ist. Wenn euch “The Mirage” gefällt, kann man auch bedenkenlos bei der Fantasy-Action-Thriller-Novelle “Bad Monkeys”, sowie bei der einzigartigen (nicht medizinisch korrekten) Darstellung einer multiplen Persönlichkeit in “Set this House in Order” zugreifen. Ruff ist sehr an Politik und Popkultur interessiert und hat für alle Twitter-Freunde einen recht unterhaltsamen, viel gebrauchten Account.

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