12 – JRPGS

JRPGs5

Konichiwa! Max und ich haben ja ein kleines Faible für Japan und viele Sachen, die damit zu tun haben. Schuld daran sind nicht nur kulleräugige Frauen in Matrosenanzügen mit bunten Haaren (also, die Frauen), sondern auch und vor allem unsere frühe Konfrontation mit japanischen (Konsolen-)Rollenspielen. Walde hat sich für diese Folge ausgeklinkt, da er nicht dabei sein wollte, wenn Max und ich völlig abnerden, wahrscheinlich um nicht den Respekt vor uns zu verlieren. Wie dem auch sei, wir diskutieren, was das Besondere (negativ als auch positiv) an japanischen RPGs ist und warum wir glauben, dass sie vieles besser machen, als westliche RPGs. Am Ende haben wir sogar einen kurzen Gastauftritt von der bezaubernden Lena K. und eine Sternstunde im Buchstabieren von mir. Viel Spaß!

Podcast gibt’s hier!

Im Übrigen, wer sich darüber hinaus auch mit der Geschichte nicht nur von JRPGs sondern von Rollenspielen allgemein auseinandersetzen will, dem sei das Video von 16-Bit-Gems ans Herz gelegt!

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2 Comments

  1. Hallo ihr beiden!

    Interessanter Podcast! Ich fand eure Gedanken zu dem Thema spannend, insbesondere die Themen “Settings” / Side-Quests / “Charakterdesigns”/ Machtgefüge /. Es ist schön, einige dazu Gedanken ausgesprochen zu hören.

    Zum Thema Lokalisierung:

    Vorneweg: Ich selbst liebe JRPGS aber ich kann mir einige Gründe denken weshalb Lokalisierungen in die westliche Welt finanzielle Risiken darstellen. Aus Zeitgründen nur grob im Umriss:

    1.) Sprachbarriere: Japanisch ist eine komplexe Sprache. Eine Übersetzung (wenn auch nur ins Englische) ist langwierig, westlich gesehen kompliziert und entweder teuer oder fehlerhaft.

    2.) Visueller Stil: Ein Thema über das ihr beide nicht gesprochen habt. Viele Titel sind schwer anime-lastig. Wie von euch angedeutet finden sich zwar tiefgründige Geschichten und eine echte Charakterentwicklung bei JRPGs, aber viele potenzielle Neu-Kunden haben wegen des oft niedlichen oder androgynen Designs vieler Charaktere einen gänzlich anderen ersten Eindruck.
    Das Alter der potenziellen Kunden steht auch hierbei im Vordergrund. Während z.B. die Persona-Reihe sich wahrscheinlich an eben genau die portraitierte Altersklasse richtet, werden andere Gamer eventuell sogar von der Thematik abgeschreckt.

    3.) Gamer ist nicht gleich Gamer. Aus persönlicher Erfahrung habe ich den Eindruck gewonnen, dass es nur wenige, sehr aufgeschlossene Spieler gibt, die sich einem “crazy” Szenario, langwierigen Kämpfen und noch längerer Spielzeit widmen wollen. Viele JRPGler schaffen den Spagat zwischen den Formaten wie “Crysis” und Radiant Historia, aber die wenigsten Ego-Shooter-Spieler würden ein JRPG länger als eine Stunde spielen, weil Sie Zitat: “nach drei Stunden noch nicht aus dem Tutorium draussen sind und sich nichts tut.” Solche Spieler sind super schnell gelangweilt und wollen den schnellen Kick. Die lassen sich und dem Spiel keine Zeit. Filmvergleich: Transformers – Herr der Ringe. Ernährungsvergleich: Lecker Fast-Food – Aufwendige Küche.

    4.) Budget und Präferenzen:
    Es gibt bestimmt viele Spieler, die sich durchaus an JRPGs erfreuen würden, aber es gibt auch jene, denen das Geld für Experimente fehlt. Das gibt es nicht nur bei JRPGs, sondern u.a. auch bei Action-Adventures. Bestes Beispiel ist hier Ôkami. Preisgekrönt, Bestes Spiel des Jahres, Mega-Flop. Zu kreativ, zu eigensinnig, zu avant garde. Da kauft man sich doch lieber das neue Battlefield, wenn man nur ein begrenzted Budget hat. (Was ja gerade bei Teenagern immer noch der Fall ist! Erwachsene fesselt dann das Fantasy-Wierdo-Setting u.U. nicht mehr ganz so stark.)

    5.) Faktoren Kapital/Werbung/Generation: Publisher haben es hier wirklich schwer mit Games absweits vom Massenmarkt. Man denke an Games wie “Ôkami”, “Beyond Good and Evil”, “El Shaddai” oder ICO. Da hat es hier schlicht auch an Kapital für Werbung gefehlt. Solche Spiele kauft sich niemand, der nichts darüber gelesen hat.
    Manchmal ist es auch einfach ein ungünstiger Zeitpunkt an dem ein Game released wird. Sei es beim Wechsel einer Konsolengeneration, oder wie oben erwähnt zeitgleich zu einem lang erwarteten Blockbuster.

    Lange Rede kurzer Sinn: Wenn es mehr JRPG geben soll gilt es, nicht nur bei Petitionen unterschreiben, aus der Grabbelkiste mitnehmen oder illegal downloaden, sondern für den Vollpreis kaufen.

    (Nehmt’s mir nicht übel, gilt nicht euch, sondern allen die meckern und dann letztlich “unentgeldlich” solche Games zocken und sich dann darüber aufregen, dass der japanische Strom irgendwann austrocknet.)

    • Max

      Wenn wir Preise vergeben könnten, dann würdest du jenen für den schönsten Kommentar 2012 bekommen. Vielen Dank! So stellt man sich wechselseitigen Informationsaustausch im Internet vor! Daumen ganz weit hoch!
      Ich gebe mal meinen Senf zu den Punkten:

      zu 1. (Sprachbarriere): Ja, japanisch ist schwer und komplex, doch Square Enix zum Beispiel hat inzwischen viele Teams, die nahezu zeitgleich die englische Fassung ausarbeiten (und umgekehrt. Ich denke da an Castlevania: Lords of Shadows, welches die Japaner aus dem Englischen ins Japanische übersetzt haben). Aber ja, wenn die Übersetzung nicht von vornherein geplant ist, dann kostet das Zeit und Geld (wobei viele australische Sprecher Reisekosten und alles ersparen, wenn man in Japan aufnehmen möchte).

      zu 2. (Visueller Stil): Ich kann nicht glauben, dass wir das vergessen haben! Da muss uns der Sake zu Kopf gestiegen sein! Es stimmt, dass sehr viele nicht mit der androgynen und oft quietschigen Art klarkommen. Auch muss man bedenken, dass die Übersetzungen oft sehr überspielt verrückt klingen und es Spiele gibt, die selbst JRPG-Liebhaber am liebsten auf stumm spielen. Oft sind die japanischen Tonspuren für die Stimmung des Spiels am Besten. Lediglich Final Fantasy XII hatte meiner Meinung nach durchgängig gutes Voice Acting (dabei mochte ich den Teil nicht so), sowie Lost Odyssee.
      Aber wirkliche Argumente, warum sich konservativere Spielernaturen in diese quietschbunte Welt wagen sollten, kann ich natürlich nicht einfach bringen. Es stimmt, dass man den ersten Schritt wagen muss.

      Zu den weiteren Punkten hätte ich jetzt nichts Neues und kann nur noch Frohe Weihnachten nachträglich und einen anstehenden guten Rutsch wünschen.

      Deine DGDWZ-Mehr Spieler-Crew

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